Kay Bernstein neuer Hertha-Präsident

Mein Kommentar schließt Anerkennung und Glückwünsche für den Sieger Kay Bernstein und die Frage nach dem Optimalen für den Club ein, denn für die Herthaner galt der Ur-Berliner Frank Steffel als Favorit bei der Präsidentenwahl bei 2.950 wahlberechtigten Hertha-Berlinern. Das Ergebnis fiel mit 1.670 Stimmen für Bernstein und 1.289 für Steffel ganz anders und höher als erwartet aus. Eine Niederlage auch für Aufsichtsrat-Chef Klaus Brüggemann, der Steffel für die Kandidatur gewinnen konnte. Dazu eine Niederlage für die Präsidiumsmitglieder Peer Mock-Stürmer und Lutz Kirchhof, die sich im Vorfeld der Allianz Steffel/Pering angeschlossen hatten.

Chefredakteur Christian Zschiedrich

Frank Steffel kann also Füchse-Präsident bleiben. Vielleicht war ein Wechsel zu Hertha sogar ein kleines Hindernis. Dass Kay Bernstein völlig unerfahren und zudem als Ex-Ultra ins Rennen ging, empfanden die Herthaner wohl nicht negativ und als ausschlaggebend. Zu Wenige schätzten dagegen das Vitamin B des Frank Steffel als nutzbringend ein. Der Ex-CDU-Abgeordnete war immerhin von 2009 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und dort im Sportausschuss tätig. Er kennt Gott und die Welt, hat nach wie vor gute Beziehungen zu den Entscheidungsträgern und ist Herthaner seit 2010. Beste Voraussetzungen für das Amt.

In Kenntnis dessen, was Frank Steffel – auch als erfolgreicher Unternehmer – für den Sport geleistet hat, war ich überzeugt, dass er mit diesen Fakten, zudem als erfahrener, guter Redner, in der Mitgliederversammlung mit seinen Ideen die Hertha-Gemeinde überzeugen kann – Irrtum. Herthas Mitglieder ließen sich davon leiten, dass Bernstein, früher Ultra bei den Harlekins, Vorsänger in Ostkurve und später Gründer einer Kommunikations- und Veranstaltungsagentur, gerade die Fanszene und Fan-Organisation bisher unterstützte. Bekanntlich wollen viele Hertha-Fans einen totalen Neuanfang, ganz im Gegensatz zu dem, was bisher in der Führung geboten wurde.

Fredi Bobic wird sich wohl zurückhaltend, neutral dazu äußern und die Angestellten bei BSC Hertha werden sich kaum selbst demontieren, eher der Club selbst.

Christian Zschiedrich

Rückblende – So war es zur 1000. Sendung von TV Sport in Berlin

Vater & Sohn Christian und Florian Zschiedrich

SportickTV erinnert sich gern – an TV Sport in Berlin -, wie es im Zusammenschnitt zu den jeweiligen – 250. 500. 750. und 1000.  – Jubiläumssendungen war. Wie war es möglich, ununterbrochen, 25 Jahre lang – geboren aus einer Privatinitiative – eine eigene Sportsendung  zu produzieren und auszustrahlen. Und sie zu dem zu machen, was nach eintausend Sendungen hier zurückschauend deutlich wird.

Aktuell ist die 1. Bundesliga noch in der Sommerpause. Die Zweite Liga startete früher und die Berliner staunten nicht schlecht über zwei Siege des 1. FC Union, beim Absteiger in Ingolstadt und gegen Aufsteiger Holstein Kiel. Die Eisernen verpassten in der letzten Saison knapp den Aufstieg, sind jetzt mit sechs Punkten mit an der Tabellenspitze. Der RBB hat die Sendung Sportplatz eingestellt. Und das in unserer Welt-, Haupt- und Sportstadt. Vom 1. FC Union haben wir eine Saison-Akkreditierung bekommen. Unser Hans-Peter Becker hat sich der Dinge in Köpenick angenommen.  Seine Berichte sind hier bei www.sportick.eu abrufbar und zeugen von der Fachkompetenz eines anerkannt objektiven und ehrenwerten Journalisten. Schließlich war er von Anfang an in unserem Redaktionsteam, eine Hauptstütze unserer regelmäßigen Sendung. Schauen Sie bzw. schaut doch einmal ins Video.

Foto: Sportick

Christian Zschiedrich