Erster Test der Eisernen bei Viktoria

Der Jahnsportpark bleibt weiter die Heimspielstätte des FC Viktoria. Das erste Testspiel als Regionalligist lockte 2.342 Zuschauer in den Stadtbezirk Prenzlauer Berg. In den Hochsommermonaten gehört das Stadion dem American-Football und so standen hinter den Fußballtoren das gelbe Gestänge für die Field-Goals. Auf dem gutgepflegten Rasen waren die Yard-Markierungen noch zu erkennen.

In den 90 Minuten am 29. Juni 2022 überwog der Testcharakter. Beide Teams sind seit dem 20. Juni wieder im Training. Zu Beginn einer Saisonvorbereitung wird Kondition gebolzt. In den ersten Testspielen werden taktische Varianten ausprobiert.

Für den 1. FC Union war es das erste Testspiel, während die Himmelblauen bereits einen Test gegen Zweitligaaufsteiger und ehemaligen Ligakonkurrenten 1. FC Magdeburg (eine 1:2 Niederlage) bestritten.

Viktoria verlor auch den zweiten Test gegen einen höherklassigen Gegner. Am Ende hieß 3:1 für die Gäste aus Köpenick. Zwei Treffer per Kopf durch Sven Michel (1. und 35. Minute) sowie das Tor von Andreas Voglsammer (59. Minute) kamen für den Bundesligisten in die Wertung. Viktorias Nachwuchsspieler Ünal Durmushan traf in der 81. Minute nach einem sehenswerten Spielzug für Viktoria.

Den Eisernen gelang spielerisch sehr wenig, die beiden Michel-Tore fielen nach ruhenden Bällen, heraus kombiniert war lediglich der Treffer von Voglsammer. Interessant war für die Beobachter, dass Urs Fischer die Eisernen in beiden Halbzeit, bei unterschiedlichem Personal, in der Abwehr mit einer 4er-Abwehrkette spielen ließ. Auffällig war in der 1. Halbzeit das Agieren den neuen niederländischen Innenverteidigers Danilho Raimundo Doekhi. Allein mit seinen 1,90 m Körpergröße eine beeindruckende Erscheinung.

Die Mannschaft von Viktoria hat ein neues Gesicht und mit Semit Keskin einen neuen Trainer. Zur Halbzeit wurde kräftig gewechselt. Auf beiden Seiten gab es keinen Akteur, der 90 Minuten durchspielen musste. Die sportliche Leitung der Himmelblauen hat die Mannschaft stark verjüngt. Neuer Kapitän ist Innenverteidiger Jakob Lewald, mit 24 Jahren bereits ein Routinier in der Youngster-Truppe. Eine Achillesferse könnte die Besetzung der Torwartposition sein. Hier setzen sie auf drei Nachwuchsleute. Neben Maximilian Kinzig und Marten Schulz, beide erst 18 Jahre alt, wurde mit Marcel Köstenbauer von Austria Klagenfurt zwar per Leihgeschäft ein weitere Keeper verpflichtet, über Erfahrungen im Männerbereich verfügt er allerdings auch nicht. Auf den neuen Torwart-Trainer, Daniel Haas hat Marco Senja abgelöst, kommt eine ganze Menge Arbeit zu.

Hans-Peter Becker

Trainer-Stimmen:

Semih Keskin (Viktoria) sagte nach dem Testspiel: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Auftreten der Jungs. Ein früher Rückstand ist immer ärgerlich, man läuft von Beginn an hinterher. Allerdings haben sie den Treffer gut weggesteckt und konzentriert an dem gearbeitet, was wir uns vorgenommen haben. Für uns gilt es nun, die Fehler zu analysieren und weiter hart zu arbeiten. Wir schauen von Spiel zu Spiel und achten dabei nicht auf nur das Team als Ganzes, sondern auch auf die Entwicklung jedes einzelnen.“

Union-Trainer Fischer sah die erste Partie seiner Mannschaft in der Vorbereitung positiv: „Die Jungs haben heute eine harte Trainingseinheit gehabt und dafür muss ich sagen, dass ich mit dem Spiel sehr zufrieden bin. Sie waren aktiv und haben trotz der Belastung vom Vormittag versucht zu agieren, das hat mir wirklich gut gefallen.“

29.06.2022 18:00 Uhr Jahnsportpark Berlin

Testspiel FC Viktoria 1889 Berlin – 1. FC Union Berlin 1:3 (0:2)

1. FC Union Berlin: Busk (46., Stein) – Maciejewski (46. Jaeckel), Doekhi (46., Knoche), Heintz (46. Van Drongelen), Gießelmann (46., Dehl) – Möhwald (46. Öztunali), Kemlein (53., Seguin), Michel (46., Pantovic) – Becker (46., Skarke) , Sanogo (46., Behrens), Endo (46. Voglsammer)

FC Viktoria 1889 Berlin: Kinzig (65., Schulz) – Maric (46., Cvjetinovic), M. Cvjetinovic, Lewald (65., Anders), Touglo (65., Durmushan), Sucsuz (55., Michael) – Günay), Inaler ( 65., Frimpong), Theisen (55., Mattmüller) – Yilmaz (55., Emghames), Küc (55., Skakun)

FC Viktoria 1889 – Saison im Rückspiegel

Leider hat es der FC Viktoria nicht geschafft, die Klasse zu halten. Der Aufstieg kam ein bisschen wie aus dem Nichts. Bedingt durch die Pandemie konnten in der Regionalliga Nordost während der Spielzeit 2020/21 lediglich 13 von geplant 38 Spieltagen ausgetragen werden. Mit lediglich 11 absolvierten Spielen, die alle gewonnen wurden, konnten die Himmelblauen direkt aufsteigen, dank einer Quotientenregel und dem Rotationsprinzip, das 2021 den direkten Aufstieg für den Meister der Nordost-Staffel vorsah. Nach erfolgreicher Suche einer geeigneten Spielstätte, konnte es am 25.Juli 2021 losgehen. Vor 1.112 zahlenden Zuschauern wurde im Jahnsportpark das Premierenspiel gegen den Namensvetter aus Köln mit 2:1 gewonnen. Den ersten Drittliga-Treffer erzielte Yannis Becker nach 37. Minuten zum zwischenzeitlichen 1:1.

Marco Antwerpen, damals Trainer des 1. FC Kaiserslautern nach der 0:4 Niederlage

Zum Auftakt, Berlin war vor Viktoria bisher nur mit dem 1. FC Union in dieser Liga vertreten, hatten sich, neben den im Tagesgeschäft tätigen Sportjournalisten, auch einige Edelfedern der Zunft akkreditieren lassen. Gesichtet wurden die Experten für die Fankultur, Anne Hahn und Frank Willman. Ein weiterer Augenzeuge des Spiels war Christoph Biermann. Ausreichend Stoff für ein Buch hat er wohl nicht gefunden. Es reichte nur für einen Artikel des Chefreporters der 11 Freunde. Der Fußballverein aus dem Berliner Süden ist feuilletonistisch schwerer zu greifen und hat zudem den Ruf, ein sogenannter Investoren-Verein zu sein. Biermann fasste das unter der Überschrift „Start up mit Tradition“ zusammen. Was den 11 Freunden sonst noch im Saisonverlauf berichtenswert erschien, stammte von anderen Autoren. Trotz der langen Geschichte des Vereins, so ziert das Logo einen Stern mit einer Zwei, lang ist es her, gemeint sind die Meistertitel von 1908 und 1911, existierte der Verein in der Fußballneuzeit weit unter dem überlokalen Wahrnehmungsradar.

Nach der ersten Saisonniederlage, 0:1 gegen Halle, verabschieden sich beide Trainer.

Ein Aufstieg in die 3. Liga ist mit Auflagen an die Spielstätte verbunden. Ein fernsehtaugliches Flutlicht und eine Rasenheizung sind vorgeschrieben. Das zur umfassenden Rekonstruktion vorgesehene Jahnstadion musste wieder in Betrieb genommen werden. Für das Flutlicht sorgte der Investor. Am 4. Spieltag war die Premiere, im künstlichen Licht musste Viktoria die erste Saisonniederlage gegen Halle hinnehmen. Ein Treffer von Terrence Boyd entschied das Spiel und Benedetto Muzzicato musste erstmals eine Niederlage erklären. Die Saison war zu diesem Zeitpunkt noch lang und die darauf folgende englische Woche brachte mit dem Auswärtspunkt in Zwickau und mit dem folgenden Heimsieg gegen den SV Waldhof vier weitere Punkte auf das Konto.

Fans des 1. FC Kaiserslautern

Am 30.Oktober ist Viktoria weiter voll im Plan, Borussia Dortmund II wird knapp, Dank eines späten Treffers von Lucas Falcao, mit 2:1 besiegt. In der Tabelle sind die Himmelblauen mit 21 Punkten auf Platz 3 zu finden. Bis zum Abschluss der Hinrunde wird allerdings nur ein einziger Punkt dazugekommen sein. Dieser Punkt, ein 0:0 am 18.Spieltag gegen Türkgücü München, wurde zum Muster ohne Wert. Durch die Insolvenz der Bayern wurden ihre Spiele aus der Wertung genommen. Ihr Fußballjahr 2021 beschließen sie mit einem 4:1 Auswärtssieg bei den rechtsrheinischen Kölnern im Sportpark Höhenberg. Es ist der Beginn der Rückrunde und der Aufsteiger kann mit 25 Punkten Weihnachten feiern.

Pressekonferenz

Eigentlich sollte das neue Fußballjahr 2022 für Viktoria am 15. Januar mit dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig beginnen. Corona machte die Planungen zu Makulatur. Das Virus hatte auch die Viktoria fest im Griff. Die Mannschaft tritt personell arg gebeutelt am 22. Januar auf dem Betzenberg gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Das Hinspiel hatten sie sensationell mit 4:0 gewonnen, im Rückspiel waren sie chancenlos und verloren mit 0:2.

In der Winterpause verließ der Torjäger Tolcay Ciğerci den Verein in Richtung Türkei. Die sportliche Führung reagierte, nicht nur auf den Weggang des Torjägers (14 Spiele/7 Tore), auch auf die Erfolglosigkeit. Vier neue Spieler werden verpflichtet, Martin Gambos für das zentrale Mittelfeld, Cebrail Makreckis für die rechte offensive Seite, Stürmer Franck Evina, Bryang William Kayo für das offensive Mittelfeld und Brooklyn Kevin Ezeh als Allrounder für die linke Seite.

Neues Flutlicht

Das erste Heimspiel im Jahre 2022 konnte erst 13.Februar ausgetragen werden. Viktoria empfing den SC Verl. Ein kampfbetontes Spiel, dass nur 589 Zuschauer sehen wollten, endete 1:1. Spieler des Tages wurde Viktorias Torhüter Julian Krahl. Er hielt in der Nachspielzeit einen Elfer. Seit der 68. Minute waren die Himmelblauen dezimiert. Gambos sah innerhalb von drei Minuten zwei Mal Gelb.

Nur drei Tage später stand das Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig an. Trainingsrückstand, keine richtige Vorbereitung und eine lange Verletztenliste, Viktoria bekam eine Klatsche verpasst. Das 0:6 war zugleich die höchste Niederlage während der gesamten Spielzeit. Braunschweig nahm Revanche, für die in der Hinrunde erlitten Niederlage. Das 4:0 in Braunschweig war höchste Sieg der Viktoria. Das darauffolgende Spiel bei Wehen-Wiesbaden ging verloren. Jetzt schwebte das Abstiegsgespenst über dem Verein. Das Spiel in der Hessischen Landeshauptstadt war das Letzte von Trainer Muzzicato. Die Trennung erfolgte im beiderseitigen Einvernehmen. Mehr und mehr zeichnete sich ab, dass Viktoria ein harter Abstiegskampf bevor stehen wird, zunehmende sportliche Erfolglosigkeit und die anstehende Qualifikation Muzzicatos zum Fußballlehrer führten zu dem Entschluss.

Für das Heimspiel gegen Freiburg II übernahm Co.Trainer David Pietrzyk die Verantwortung. Der Nachwuchs des Bundesligisten war effektiver und Viktoria verlor mit 0:2. Das nächste Spiel in Havelse wurde bereits mit einem neuen Trainer bestritten. Der Einstand von Farak Toku verlief durchwachsen, es reichte nur für einen Punkt beim Mitaufsteiger und Schlusslicht im Montagabendspiel in Hannover. In HDI-Arena, wo eigentlich Hannover 96 zu Hause ist, hatten lediglich 443 Zahlende Interesse an der Partie.

Farat Toku

Die Heimpremiere verlief für den neuen Trainer noch ernüchternder, gegen 1860 München wurde mit 0:2 verloren. Das Flutlichtspiel am Freitagabend, des 11.März lockte immerhin 3.398 Zuschauern in den Jahnsportpark. Ein bisschen Psychologie, die Mannschaftsbänke wurden getauscht und Toku verordnete seiner Mannschaft ein 4-4-2 System. Wann gibt mal wieder einen Dreier? Beim Zweitliga-Absteiger in Osnabrück war nicht zu holen und es kam das Heimspiel gegen den Spitzenreiter und späteren Meister 1. FC Magdeburg, alte Tradition gegen noch ältere. Ausgerechnet gegen die Truppe von Trainer Christian Titz gelang mal wieder ein Sieg. Den Erfolg brachte eine ausgeklügelte Defensivtaktik (5-2-2-1) Ein Tor aus dem Nichts von Jakob Lewald uns ein Treffer von Soufian Benyamina gleich nach der Halbzeitpause, Magdeburg brachte lediglich den Anschlusstreffer zustande. Die fast 3 Tausend Schlachtenbummler aus Sachsen-Anhalt fuhren enttäuscht nach Hause und Viktoria durfte wieder hoffen. Nach 31 Spielen hatte Viktoria 31 Punkte gesammelt.

Der Trainerwechsel schien endlich zu wirken. Der Sieg gegen Magdeburg konnte einen Spieltag später veredelt werden. Im Signal-Iduna Park wurde die 2. Mannschaft der Dortmunder Borussia mit 1:0 geschlagen. Das Siegtor erzielte erneut Benyamina. Gelingt jetzt mit einer kleinen Siegesserie der Klassenerhalt? Leider kam das Stoppschild im Abstiegsduell, Heimspiel am 34. Spieltag gegen den MSV Duisburg. Keeper Leo Weinkauf erwischte einen Sahne-Tag und spielte zu null, schlussendlich verloren sie mit 0:1. Die von Toku verordnete Defensivtaktik, die gegen Magdeburg so gut funktioniert hatte, ging nicht auf.

Ein richtiger Tiefschlag folgte in Würzburg, bei den so gut wie abgestiegenen Kickers wurde mit 0:3 verloren. Das war die berüchtigte, eine Niederlage zu viel. Es waren nur noch 2 Spiele zu absolvieren und der Blick auf die Tabelle machte nicht gerade Mut. Mit nur einem Punkt Vorsprung standen sie zwar über dem Strich, doch Verl blieb die Chance auf 9 Punkte, während für Viktoria nur 6 Punkte im Bereich des Möglichen lagen.

Arbeitsplatz

Das vorletzte Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken musste unbedingt gewonnen werden, der Freitagabend, allein das Flutlicht sorgte für ein dramatisches Fluidum und der Siegtreffer fiel in der Nachspielzeit. Der Glückliche für die Himmelblauen war Kimmo Hovi. Der SC Verl siegte einen Tag später in seinem Ausweichstadion, der Benteler-Arena in Paderborn mit 3:0 gegen den SV Wehen-Wiesbaden. Bis auf einen einzigen Punktwaren die Verler jetzt den Himmelblauen auf die Pelle gerückt und hatten zudem eine um 7 Treffer bessere Tordifferenz.

Am vorletzten Spieltag hatten die Viktorianer spielfrei. Eigentlich war anlässlich des letzten Auswärtsspieles der Saison eine Fahrt mit allen Vereinsmitarbeitern, als Dankeschön-Geste nach München geplant. So traf man sich auf dem Vereinsgelände am Wildspitzweg in Berlin-Mariendorf zum Grillen und gemeinsamen Schauen der Partie Dortmund II gegen den SC Verl. Lange sah es gut aus, Dortmund ging in Führung und sah wie der sichere Sieger aus. Verl drehte das Spiel, beim Stand von 2:1, erhielten die Dortmunder einen Hand 11-Meter, in der sechsten Minute der Nachspielzeit, zugesprochen. Schicksal spielte der Dortmunder Kapitän Franz Pfanne, sein Strafstoß wurde gehalten. Oh Nein, in der Tabelle vor dem letzten Spieltag zog der SC Verl mit 2 Punkten Vorsprung vorbei.

Am letzten Spieltag durften die Verler nicht gewinnen und die Viktoria war zum siegen verdammt. Es gelang nicht, die zwei Punkte aufzuholen, Verl lag bei Halbzeit zurück und im Jahnsportpark stand es bei der Pausenmusik 0:0. Das war zu wenig. Verl holte sich den einen notwendigen Punkt und Viktoria verabschiedete sich mit einem Torfestival aus der 3. Liga. Das vorläufig letzte Drittligaspiel endete, unter der Leitung von Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich, mit einer 3:4 Niederlage. Gegner war der SV Meppen. Das letzte Tor der Spielzeit für Viktoria erzielte Abwehrecke Tobias Gunte. Es war das 3:3, was nur eine knappe Minute Bestand hatte. Hätte er sich während der Saison nicht verletzt, fehlte im Januar und Februar, wären es mehr als 24 Einsätzen geworden. Er stammt aus dem Nachwuchs des Vereins, seit 2006 ist er ein Himmelblauer. Diesen Treffer, sein vierter in der Saison, hat ihm jeder gegönnt. Leider war er ohne Auswirkung auf das Ergebnis. Dass nach dem Abpfiff die Enttäuschung groß, einige Tränen vergossen wurden, war verständlich.

Das teilweise gesperrte Tribünen-Gebäude des Jahnsportparks.

Zur Abschiedsvorstellung hatten sich noch einmal 2.403 Zuschauer, darunter einige Hundert aus dem Emsland, eingefunden. Ein kleines Trostpflaster folgte eine Woche später, Viktoria holte sich den Berliner Pokal, in einer dramatischen Schlussphase wurde die VSG Altglienicke mit 2:1 bezwungen. In der abschließenden Pressekonferenz gab Trainer Toku bekannt, dass er in Berlin nicht weitermachen wird. Sein Vertrag galt nur für die 3. Liga.

In der Rückschau bleibt hier festzustellen, der Klassenerhalt war möglich. Zu Beginn des Jahres hatte leider Corona seine unheilvolle Hand mit im Spiel. So wurden in der Rückrunde lediglich 15 Punkte geholt, das war der zweitschlechteste Wert der Liga. Es sollte ebenso nicht vergessen werden, dass nur die wenigsten Akteure über Erfahrung in einer Profiliga verfügten. Bei der Erklärung von Niederlagen sprach der abgelöste Trainer Muzzicato davon, „dass nicht vergessen werden sollte, wo man herkommt.“ Der Sprung von der Regionalliga zur 3. Liga ist ein größerer, als von der 3. in die 2. Liga. In der Regionalliga reicht es gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte auch mit etwas weniger Einsatz für die nötigen Punkte. Es ist nicht so ausgeglichen, wie in den Profiligen.

Der Investor bleibt an Bord, wertvolle Erfahrungen konnten gesammelt werden und wenn am Schluss das Ziel auch nicht erreicht wurde, Viktoria will zurückkommen.

In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals spielt Viktoria gegen den Bundesligisten VfL Bochum.

Hans-Peter Becker

Viktoria Berlin vor dem Saisonstart

Nach dem 1. FC Union versucht sich mit dem „Altmeister“, dem FC Viktoria 1889 der zweite Berliner Verein in der dritthöchsten Spielklasse. Das Vereinswappen auf dem Wettkampf-Trikot wird von einem Meisterschaftsstern geziert. Es erinnert an die beiden Meistertitel, errungen in den Jahren 1908 und 1911. Der Verein hieß damals noch Turn und Fußballverein Viktoria 89.

2013 fusionierten der Lichterfelder FC und Victoria, dabei wurde die himmelblaue Vereinsfarbe übernommen, ergänzt durch einen roten Strich, der Farbe des ehemaligen LFC. Das Stadion in Lichterfelde wurde oder blieb die neue Heimstätte. Der bis 2013 existierende BFC Viktoria 1989 hatte zuletzt seine Heimstätte im Friedrich-Ebert Stadion in Tempelhof.

Die Stadionfrage spielte und spielt vor Saisonbeginn eine große Rolle. Nach dem Aufstieg stand Viktoria zunächst ohne ein Drittliga-Stadion da. Gespielt werden soll im Jahnsportpark im Prenzlauer Berg. Eigentlich sollten dort wegen Umbaumaßnahmen zunächst keine Sportveranstaltungen mehr stattfinden. Der Senat von Berlin hatte im Juni dieses Jahres eine vorübergehende Nutzung erlaubt. Wie auf der Pressekonferenz am 13. Juli zu erfahren war, für 2 Jahre. Die Umbaumaßnahmen werden frühestens 2023 weitergehen.

Gesperrt bleiben Teile der Haupttribüne. Für Umkleide- und Arbeitsräume mussten Container aufgestellt werden. Die Kosten dafür übernahm der Investor. Auf der Pressekonferenz sprach Zeljko Karajica von einer „mehr als fünfstelligen Summe“. So schnell wie möglich muss im Jahnsportpark zudem wieder eine Flutlichtanlage errichtet werden. Sonst ist die Spielgenehmigung seitens des DFB gefährdet. Viktorias Geschäftsführer Peer Jaekel sprach von einer Standleitung zum DFB bezüglich dieser Frage. Es verschiedene Optionen geprüft. Es könnte sogar die nicht mehr benötigte Flutlichtanlage des Stadions in Jena werden.

Einst musste ja auch der 1. FC Union während seiner Saison in der 3. Liga in den Jahnsportpark ausweichen. Die Heimstätte in Köpenick wurde umgebaut. Unions Saison endete damals mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Es wäre ein Wunder, sollte Viktoria gleiches gelingen. Der Klassenerhalt und eine stabile Saison zu spielen, liegt wohl eher im Bereich der Möglichkeiten. Mit dem FC Kaiserslautern (44 Jahre), MSV Duisburg (28), Eintracht Braunschweig (21), TSV 1860 München (20), Waldhof Mannheim (7) und 1. FC Saarbrücken (5) gehen sechs ehemaligen Bundesligisten an den Start, die über mehr Potenzial verfügen.

Nach der durch Corona verkürzten Saison in der Regionalliga Nord-Ost, lediglich 11 Spiele mussten die Himmelblauen absolvieren, verließen sieben Spieler den Verein und sechs Neue kamen. Vom 1. FC Köln wurde der Nachwuchstorwart Julian Krahl geholt und vom einstigen Ligarivalen VSG Altglienicke kam der offensive Mittelfeldspieler Tolcay Cigerci, der Bruder des Ex-Herthaners Tolga Cigerci. Von Rot-Weiß Essen, der Traditionsverein aus dem Westen hatte nur knapp den Aufstieg verpasst, wechselte Innenverteidiger Alexander Hahn zur Viktoria. Die anderen Neuen sind Stürmer Pasqual Verkamp (ehemals Carl Zeiss Jena), Lukas Pinckert, ein rechter Außenverteidiger von der Regionalliga Mannschaft des HSV und aus Hoffenheim wurde Linksverteidiger Deji Beyreuther verpflichtet.

Am Ende der Spielzeit muss gelingen, mindestens vier Vereine hinter sich zu lassen. Es gibt nur drei Akteure im Kader, die über Erfahrungen in der 3. Liga verfügen. Neben dem Kapitän Christoph Menz, sind das die Mittelfeldspieler Björn Jopek und Christopher Theisen. Auch der Trainer, mit dem die Mission begonnen wird, ist ein Neuling.

Benedetto Muzzicato, der Deutsch-Italiener steht vor einer großen Herausforderung. Parallel zu seinem Job muss er den Lehrgang zum Fußball-Lehrer absolvieren. Mit seiner Trainer A-Lizenz darf er in dieser Funktion nur in der Aufstiegssaison tätig werden.

Eine Frage ist noch offen. Kann die Premiere im Jahnsportpark stattfinden oder nicht? Es liegt eine Betriebsgenehmigung vor, allerdings hat der Spielausschuss des DFB als Veranstalter sein endgültiges okay nicht erteilt.

Pressefoto: FC Viktoria Berlin 1889/Vera Krings

Hans-Peter Becker

Tag der Amateure – Finale im Jahn-Sportpark

In diesem Jahr ist alles anders. In Berlin sind öffentliche Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl erst ab September wieder möglich. So werden die Finalspiele im Jahn-Sportpark leider ohne Publikum stattfinden müssen. Bevor ab 16:45 Uhr bei den Männer Viktoria und Altglienicke um die begehrte Trophäe spielen werden, sind auf einem Nebenplatz die Frauen dran. Ab 13:00 Uhr kommt es zur Finalpartie zwischen Viktoria und dem FC Grün-Weiß Neukölln. Im Gegensatz zu den Männern, ist in dem Finale die Favoritenrolle klar verteilt. Die Frauen von Viktoria kicken in der Regionalliga, die Gegnerinnen aus Neukölln spielen eine Klasse tiefer in der Berlin-Liga. Mit den beiden Halbfinals im Polytan-Pokal, die am 16. August 2020 ausgetragen wurden, kehrten auch die Frauen nach der mehrmonatigen Pause in den BFV-Pflichtspielbetrieb zurück. In den Begegnungen konnten sich der FC Viktoria 1889 Berlin und Grün-Weiß Neukölln letztendlich durchsetzen.

Der gewohnte Handshake zwischen den beiden Trainern blieb aus. Allerdings nicht etwa, weil Benedetto Muzzicato (FC Viktoria 1889 Berlin) und Karsten Heine (VSG Altglienicke) ein unterkühltes Verhältnis zueinander pflegen, sondern weil es die aktuelle Situation so gebietet. Die Pressekonferenz vor der fünften Auflage des Finaltags der Amateure, die am Donnerstag, den 20. August 2020 im Haus des Fußballs abgehalten wurde, fand aufgrund des geltenden Hygienekonzeptes erstmals in Form eines Livestreams statt. Medienvertreter/innen waren nicht vor Ort anwesend, konnten die Pressekonferenz aber live auf YouTube verfolgen und per WhatsApp ihre Fragen an die beiden Trainer übermitteln.

Langner: „Spiel vor vollen Rängen wäre ein falsches Signal“

Die für alle Beteiligten ungewohnten Rahmenbedingungen, unter denen das Endspiel des AOK-Landespokals am Samstag, den 22. August 2020, um 16:45 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark angepfiffen wird, wurden zu Beginn der Pressekonferenz natürlich auch thematisiert. „Für die Vereine tut es uns natürlich leid, dass wir dieses Spiel nicht vor einer standesgemäßen Kulisse austragen können“, sagte BFV-Geschäftsführer Kevin Langner und ergänzte: „Allerdings wäre es in Zeiten steigender Fallzahlen ein falsches Signal, wenn wir das Finale im AOK-Landespokal vor vollen Rängen austragen würden. Die Entscheidung für ein Spiel ohne Zuschauerinnen und Zuschauer fiel in Absprache mit der Berliner Politik deshalb bereits sehr früh. Hierbei musste neben der Aufenthaltszeit im Stadion auch die An- und Abreise der Fans berücksichtigt werden. Unter Einbeziehung aller relevanten Einflüsse konnten wir nur diese Entscheidung treffen – eine Entscheidung für den Gesundheitsschutz aller Beteiligten.“

Muzzicato: „Wissen, was für ein Gegner auf uns zu kommt“

Trotz der ungewohnten Umstände blicken beide Finalisten der Begegnung am Samstag mit großer Vorfreude entgegen: „Während so einer Pause merkt man erst, wie sehr man seinen Job vermisst. Als in unserer Saisonvorbereitung die Nachricht kam, dass wir wieder spielen können, war das, als wären Weihnachten und Ostern zusammengefallen. Wir freuen uns riesig auf das Finale“, beschreibt Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato die Gefühlslage in seinem Team, mahnt aber vor einem starken Gegner: „Die VSG Altglienicke hat eine sehr starke Saison in der Regionalliga Nordost gespielt und das Pokalhalbfinale gegen den BFC Dynamo mit einer sensationellen Leistung für sich entschieden. Wir wissen, was für ein Gegner auf uns zu kommt.“

Heine: „Das erste Finale ist ein riesiger Erfolg“

Während der FC Viktoria 1889 Berlin den Titel aus dem letzten Jahr unbedingt verteidigen will, ist die Teilnahme am Finaltag der Amateure für die VSG Altglienicke eine Premiere: „Wir stehen erstmalig im Finale des Landespokals. Das ist ein riesiger Erfolg für unseren Verein und dementsprechend fiebern wir der Partie entgegen“, erklärt VSG-Trainer Karsten Heine. Anders als seine Spieler war der 65-Jährige bereits zweimal Berliner Pokalsieger (1992 und 2004 mit Hertha BSC II) – mit einem weiteren Triumph und dem damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal möchte Heine jedoch noch nicht liebäugeln: „Wir konzentrieren uns nur auf das Spiel am Samstag. Der DFB-Pokal und der 1. FC Köln spielen in unserem Kopf gar keine Rolle. Mit diesen Träumen können wir uns beschäftigen, wenn wir das Spiel gewonnen haben.“

Denis Waegert (Schiedsrichter), Jacob Pawlowski (1. Assistent), Hannes Stein (2. Assistent) und Jörg Tennstedt (4. Offizieller) leiten am Samstag, den 22. August 2020 um 16:45 Uhr das Finale im AOK-Landespokal der 1. Herren. Das Spiel wird im Rahmen der fünften Auflage des Finaltags der Amateure live in der ARD übertragen.

Quelle: Berliner Fußball-Verband

Berliner Pokal Finale 2019: TeBe – Viktoria 89

Der Jahnsportpark brachte dem Titelverteidiger BFC Dynamo kein Glück. Vor 1.689 zahlenden Zuschauern, am Mittwoch, 10. April schied der BFC Dynamo gegen Viktoria 89 aus, erst in der Verlängerung, durch das Tor in der 106. Spielminute von Nick Scharkowski. Der Südberliner Regionalligist (letzte Finalteilnahme 2017) schaffte wieder einen Finaleinzug. Dynamo ging durch Kemal Atici mit 1:0 (17.) in Führung. Mit einem direkt verwandelten Freistoß glich Timo Gebhardt zum 1:1 (55.) aus. Entsprechend emotional war die Freude bei den 89ern über den Führungstreffer, verbunden mit dem Finaleinzug.

Bereits einen Tag zuvor, am Dienstag, 09. April schlug ein Oberligist einen Regionalligisten in der Wendenschloßstraße, VSG Altglienicke -Tennis Borussia  hieß die Halbfinalbegegnung. Sie endete erst im Elfmeterschießen. Das 2:2 zur Halbzeitpause hatte in der Verlängerung Bestand. Trainer Dennis Kutrieb wechselte zur Halbzeitpause den unglücklichen Rogal im TeBe-Gehäuse gegen den 19jährigen Ertugrul Aktas aus. Bjarne Rogall hatte beide Gegentore mit seinen Patzern verschuldet.

Das 1:0 fiel durch Skoda, der Ausgleich zum 1:1 (6.) Geleci, Flanke kam Benyamina, die erneute Führung (27.) zum 2:1 besorgte Aydin, Vorarbeit Benyamina und Geleci; 2:2 (45.) erzielte Förster.

Spannung im Elfmeterschießen: Christopher Quiring glich die 6:5 der Borussen zum 6:6 aus. Doch Karaman besorgte mit seinem Elfer das 7:6 und somit das Weiterkommen der Veilchen. Tennis Borsussia steht nach 10 Jahren wieder einmal im Pokalfinale.

Zum vierten Mal wird das Finale des Berliner Landespokals live im Fernsehen zu sehen sein. Im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ werden alle 21 deutschen Landespokal-Endspiele am selben Tag ausgetragen und in einer deutschlandweiten Konferenz live in der ARD gezeigt.

Das Berliner Endspiel findet, wie im Vorjahr, im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Cantianstraße 24, 10437 Berlin, statt. Am Samstag, den 25. Mai 2019 treffen Tennis Borussia Berlin (NOFV-Oberliga Nordost) und der FC Viktoria 1889 (Regionalliga Nordost) im Endspiel um den Landespokal der 1. Herren aufeinander.

Christian Zschiedrich

Neues Streetball-Zentrum im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark eröffnet

Im Prenzlauer Berg ist ein neues Zentrum für Berliner Streetballer endstanden: Am Donnerstag eröffneten Andreas Geisel, Berlins Senator für Inneres und Sport, und ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi das nagelneue Basketball-Freiplatz-Areal im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Die aus Mitteln des Programms „Sondervermögen Wachsende Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“ finanzierten teilüberdachten Basketballfelder sind ein vorgezogener Bauabschnitt der geplanten umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen für den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Sportsenator Andreas Geisel: „Der traditionsreiche Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hat schon jetzt einen bedeutenden Stellenwert im Berliner Sportgeschehen. Wir sind stolz mit der Jugendabteilung von ALBA BERLIN einen bedeutenden Sportverein zu den Nutzern des Sportparks zählen zu können. Auch deshalb lohnt es sich, die Chance zu nutzen und die Anlage zu einem sportlichen Wahrzeichen der Sportmetropole Berlin weiterzuentwickeln.“

ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi: „Unser großer Dank geht an Senator Geisel und die Sportverwaltung, die hier innerhalb von kürzester Zeit ein echtes Highlight für den Outdoor-Basketball geschaffen hat. Wir freuen uns darauf, hier nicht nur den Kindern aus unserem Verein eine weitere Möglichkeit geben zu können, Basketball zu spielen, sondern insbesondere darauf, interessierten Anwohnern und Basketballern aus ganz Berlin ein kostenfreies und niedrigschwelliges Angebot zur sportlichen Betätigung zu machen – frei oder unter Anleitung unserer hochqualifizierten Jugendtrainer, jeder nach seinem Gusto.“

Das neue Basketball-Areal besteht aus drei „Full Court“ Basketballfeldern mit sechs modernen, höhenverstellbaren Korbanlagen und hochwertigem Gummiboden. Der Haupt-Court ist zusätzlich überdacht und mit Tribünen sowie Flutlicht ausgestattet. Die Felder werden durch ALBA BERLIN betreut und werden neben einer zusätzlichen Trainingsmöglichkeit für den Vereinssport vor allem dafür genutzt, den Anwohnern und den Basketballern aus ganz Berlin ein Angebot zum angeleiteten und nicht-angeleiteten Basketball-Spielen zu machen. Darüber hinaus wird das Areal Austragungsstätte großer Streetball-Turniere wie der „AS1 Take on Summer Tour“ von Adidas und ALBA BERLIN, der „3×3“-Serie des Deutschen Basketball Bundes oder des renommierten „Shut up and Play“-Turniers. Die Felder befinden sich Südosten des Parks an der Topsstraße, gleich neben der Geschäftsstelle des ALBA BERLIN e.V.

Die Termine der kommenden Streetball-Turniere:
23.6.2018 – „BCB X JSP“ 3vs3-Turnier der Ballers Community Berlin
7.7.2018 – „3×3“ Qualifikationsturnier (DBB/FIBA)
14.7.2018 – Beginn der „AS1 Take on Summer Tour 2018“ von Adidas und ALBA BERLIN
27.-29.7.2018 – „#SHUTUPANDPLAY Turnier” von KICKZ

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

Interkulturelles Kiezsportfest

Foto: ALBA BERLIN Basketballteam

ALBA BERLIN und die Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH laden 160 Schüler aus Willkommens- und Regelklassen am Freitag, den 22. Juni, von 9:00 bis 14 Uhr zum dritten  integrativen Kiezsportfest in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ein. Die Sportfest ist mittlerweile die dritte gemeinsame Veranstaltung und verspricht erneut wieder viel Action und Spaß für die Grundschüler. In gemischten Teams aus geflüchteten und Berliner Kindern von ALBA-Partnerschulen messen sich die Nachwuchssportler an verschiedenen Bewegungsstationen. Alle Stationen stehen unter dem Motto „Die Welt trifft Berlin“. Dabei stehen Bewegung, Geschicklichkeit und soziales Miteinander im Vordergrund, sowie natürlich die Stadtgeschichte der Hauptstadt. Die ALBA-Jugendküche sorgt für die gesunde, erfrischende Verpflegung während der Veranstaltung. „Ich freue mich sehr, dass wir das Kiezsportfest mittlerweile im dritten Jahr gemeinsam mit der berlinovo ausrichten. Die Integrationsaufgabe der Geflüchteten in unsere Gesellschaft ist eine zentrale Aufgabe und fängt jetzt erst so richtig an. Um dies gewährleisten zu können sind langfristig angelegte Projekte eine wichtige Voraussetzung. Entsprechend freuen wir uns, dass wir durch das Medium Sport einen Beitrag hierzu leisten können“, erklärt ALBA-Vizepräsident Henning Harnisch. „Das Fest ist zudem auch ein sportliches Highlight mit vielen kreativen und modernen Spielideen. Ich bin mir sicher, dass die Kinder Riesenspaß gemeinsam haben werden.“

Die 16 Teams, die am Kiezsportfest teilnehmen, bestehen zur Hälfte aus Schülern von Willkommensklassen der ALBA-Partnerschulen und zur anderen Hälfte aus Schülern der Regelklassen der Grundschule an der Wuhle in Kauldsorf. Diese Schule wird seit mittlerweile fünf Jahren durch die berlinovo im Rahmen einer ALBA-Jugendpartnerschaft unterstützt, so dass ein Basketballtrainer dort gemeinsam mit den Sportlehrern und Sportunterricht durchführt. Die acht Bewegungsstationen reichen von Klettern und Balancieren über Kraft und Ausdauer bis hin zu Teamwork und Miteinander. Zusätzlich findet parallel zum ersten Mal ein interaktives Rätselspiel statt, bei dem es nach den bekannten Vorbildern der „Escape Rooms“ darum geht, gemeinsam Lösungen für knifflige Aufgaben zu finden, um das Ziel zu erreichen.

Auf die Beine gestellt wird das integrative Kiezsportfest von ALBA BERLIN und der berlinovo, die bereits seit fünf Jahren im Projekt „ALBA macht Schule“ in der Grundschule An der Wuhle in Kaulsdorf zusammenarbeiten und neben dem regulären Sportunterricht auch zwei Basketball-Schul-AGs vor Ort möglich machen. Eröffnet wird die Veranstaltung am 22. Juni, 9:15 Uhr, von Roland Stauber (Sprecher der Geschäftsführer Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH) sowie ALBA-Vizepräsident Henning Harnisch.

Teilnehmende Schulen:
1. Franz-Carl-Achard Schule
2. Leo-Lionni-Grundschule
3. Grundschule Am Sandhaus
4. Grundschule an der Wuhle
5. Albert-Gutzmann-Schule

Quelle: Basketballteam ALBA BERLIN