Wasserfreunde spielen im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft

Die Plätze 1-4 der 100. Deutschen Meisterschaft der Wasserball-Männer seit 1912 sind vergeben, nur die Rangfolge der Teams muss noch ausgespielt werden.

Der Rekordmeister Spandau 04 wurde seit 1979 eindrucksvolle 37-mal Deutscher Meister. Die Serie des Berliner Vereins wurde dabei nur 1993 (Waspo Hannover), 2006 (SV Cannstatt), 2013 und 2018 (ASC Duisburg) sowie 2020 (Waspo Hannover) unterbrochen. Der aktuelle Titelverteidiger Hannover, der zuletzt zweifache DM-Dritte OSC Potsdam und der ASC Duisburg treffen sich zu zwei offiziell „Zwischenrunden“ betitelten Halbfinal-Turnieren, in denen die jeweiligen Teilnehmer des Endspiels sowie des „kleinen Finales“ (Platz 3) ermittelt werden. Das erste Turnier findet in den beiden ersten Mai-Tagen in der Schöneberger Schwimmhalle, das zweite eine Woche darauf in Hannover statt. Für die meisten Beobachter steht der Ausgang so gut wie fest: Spandau und Hannover werden sich im DM-Finale begegnen.

Das wäre dann bereits die achte Auflage dieser Konstellation seit der Premiere im Jahr 2000. Die Berliner holten sich seither beinahe immer den begehrten Titel; nur 2018 und 2020 gewannen die Hannoveraner die Deutsche Meisterschaft.

Das Endspiel erreichte das Team der Wasserfreunde in den 42 Meisterschaften seit 1979 regelmäßig. 1993 gab es die einzige Ausnahme. „Unser Leistungsniveau ist aber nicht selbstverständlich“, sagt Präsident Hagen Stamm. „Wir sind im Vergleich mit Potsdam und Duisburg zwar der Favorit, aber jedes Match muss auch wirklich gespielt werden!“ Gespannt sein dürfen die Fans auf die Auseinandersetzung mit Waspo, das zuletzt den Einzug ins Finale 8 der Champions League Anfang Juni in Belgrad mit Gruppenrang 4 und einem Last-Minute-Ein-Tore-Sieg gegen Dinamo Tbilissi als „größten Erfolg der Vereinsgeschichte“ feierte.

Spandau hat die Qualifikation fürs CL-Finale als Gruppen-Fünfter nur knapp verpasst. Die Berliner hatten bei verletzungsbedingt geschwächter Besetzung (ohne Kapitän Marko Stamm und Remi Saudadier) auf viele junge Kräfte setzen müssen. Die gezeigten Leistungen machen Hoffnung. Mehrfach verhinderten nur kleine Fehlleistungen den gewünschten Erfolg. „Das war Learning by Doing und das kann sich schnell auszahlen. Je eher, umso besser“, sagt der Präsident mit Blick auf die kommenden Aufgaben.

Aufgrund der Pandemie und unter Beachtung des Hygienekonzepts des DSV sind keine Zuschauer zu den Spielen zugelassen. Alle Spiele können aber im Internet verfolgt werden. www.waterpolo.stream

Wasserball Bundesliga 2021 Zwischenrunde Turnier 1

Samstag, 01.05.2021

Sport- und Lehrschwimmhalle, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spiel 1 10:30 Uhr Wfr. Spandau vs. OSC Potsdam Orcas

Spiel 2 13:00 Uhr Waspo 98 Hannover vs. ASC Duisburg

Spiel 3 17:00 Uhr OSC Potsdam Orcas vs. Waspo 98 Hannover

Spiel 4 19:00 Uhr Wfr. Spandau vs. OSC Potsdam Orcas

Sonntag, 02.05.2021

5. Spiel 10:00 Uhr OSC Potsdam Orcas vs. ASC Duisburg

6. Spiel 12:30 Uhr Wfr. Spandau vs. Waspo 98 Hannover

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Spandau 04 landet den ersten Sieg nach der Corona-Pause

Am Dienstagabend trafen sich die beiden rivalisierenden Teams, die Wasserfreunde Spandau 04 und Herausforderer Waspo 98 Hannover, vor Corona bedingt limitierter nur 102 Zuschauern.

Das Ende des als „Entscheidungsspiel“ über Platz 1 der Setzliste für das Halbfinale firmierenden Matches war mit den letzten vier Begegnungen vergleichbar. Denn sowohl im Best-of-Five-Finale um die Meisterschaft 2018/2019 als auch im Spiel in der im März unterbrochenen Bundesliga-Saison gewannen die Spandauer und ließen damit trotz zum Teil enger Spiele eine Ahnung früherer Dominanz aufkommen.

Das war auch diesmal so, denn in der Partie, in der laut 04-Kapitän Marko Stamm, der nach eigenem Bekunden erst nach anderthalb Vierteln „richtig in das Match kam“, war auf beiden Seiten die fast halbjährliche Corona-Pause in der hohen Fehlerquote und den Mängeln im Spielaufbau, der Chancenverwertung und mit zunehmender Spieldauer schwindender Konzentration und Kondition zu spüren. Andererseits aber gab es auch eine Reihe von Szenen, die zeigten, dass hier keine Wasserball-Anfänger, sondern Könner ihres Fachs agierten. Spandau hatte die Spielkontrolle klar in den Händen, machte aus dem knappen 3:2 nach dem Startviertel ein 7:4 zur Halbzeit und danach im dritten Abschnitt gleich mehrfach Vier-Tore-Führungen (8:4, 9:5, 11:7). Hier fiel besonders der vierfache Torschütze Stefan Pjesivac auf.

„Wir hätten das nur ganz ruhig nach Haus spielen müssen“, sagte Marko Stamm. „Stattdessen haben wir sie noch einmal zurückkommen lassen, und anderthalb Minuten vor Schluss stand es plötzlich nur noch 11:10 aus unserer Sicht“, zog der Kapitän Bilanz, der „genügend Lernstoff für die kommenden Begegnungen“ entdeckte. 23 Sekunden vor Ultimo hatte er selbst mit einem Gewaltwurf aus der Distanz allen Waspo-Hoffnungen auf eine kaum noch für möglich gehaltene „Wende“ ein Ende gemacht und die Partie entschieden.

Die nächsten Auftritte der Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic stehen schon unmittelbar bevor. Am Wochenende – Freitag auswärts, Sonntag daheim in Schöneberg – sind die beiden Halbfinalspiele gegen den OSC Potsdam zu absolvieren. Der OSC hat sich am Wochenende beim Viertelfinal-Viererturniers mit dem zweiten Rang hinter den White Sharks Hannover einen der beiden Qualiplätze für die Vorschlussrunde gesichert. Am Dienstag waren die OSC-Vertreter aufmerksame Beobachter des Spandauer Re-Starts in die Saison, um zu entdecken, wo es vielleicht doch Schwachstellen des Favoriten gibt, die ihn ins Wackeln bringen können. Die Vorsaison kann dabei kein Maßstab sein. Auch damals trafen sich die beiden Teams im nach Best-of-Three-Modus gespielten Halbfinale. Spandau landete mit 12:9 (auswärts), 18:5 und 21:5 drei klare Siege.

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:10 (3:2,4:2,4:3,1:3)

Torschützen: Spandau – Pjesivac 4, Jüngling 3, Stamm 2, Cagalj, Deudovic und Strelezkij je 1; Waspo – Nagaev 4, Schütze 2, Real, D. Brguljan, M. Brguljan und Tobias Preuß je 1

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga 2019/20 Playoff-Halbfinale (Hin- und Rückspiel)

Freitag, 28. August 2020

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 20:30 Uhr

Spielort: Sportbad „blu“, Brauhausberg 1, 14473 Potsdam

Sonntag, 30. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 14:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Wasserfreunde vor Restart der Saison

Die Coronavirus-Pandemie hat neues Vokabular in die deutsche Sprache gebracht, das in den vergangenen Wochen und Monate so alltäglich geworden ist, als sei es schon immer „in aller Mund“ gewesen. „Lockdown“ zum Beispiel, übersetzt „Sperrung“, ist solch ein Wort, das ungewollte Popularität erlangt hat. Im Sport hat es gefühlte Ewigkeiten den Spielbetrieb in diversen Disziplinen lahmgelegt. Auch im Wasserball.

Die Fortsetzung der Champions League wurde gecancelt, die Meisterschaft und der Pokalwettbewerb hierzulande unterbrochen. Nun ist der nationale Spielbetrieb unter Ägide des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) wieder aufgenommen worden. Am vergangenen Wochenende wurden im Potsdamer Sportbad „blu“ per Viererturnier die beiden Halbfinalisten ausgespielt, die gegen die gesetzten Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover Ende des Monats (28. und 30. August 2020) in Hin- und Rückspielen antreten dürfen.

Etwas überraschend gewannen die White Sharks Hannover das Turnier, Potsdam wurde Zweiter. Der ASC Duisburg und SV Ludwigsburg 08 müssen sich Anfang September als Dritter und Vierer des Potsdam-Events in einer Best of Three-Runde mit dem Kampf um Platz 5 und 6 der Meisterschaft bescheiden.

Gegen wen die White Sharks und die „Orcas“ aus Potsdam im Halbfinale antreten müssen, steht freilich noch nicht fest. Denn eine Einigung der Klubs über die Fortsetzung der Bundesliga hat ergeben, dass Spandau und Waspo ein „Entscheidungsspiel“, so der offizielle Terminus, um Platz 1 der Hauptrunde austragen. Dieses Spiel findet am Dienstagabend, 19 Uhr in der Schöneberger Schwimmhalle statt. Der Sieger trifft auf den auf den OSC Potsdam, der Verlierer auf die White Sharks aus Hannover.

Sollten die Hauptstädter das Prestigeduell am Dienstag gewinnen, würde das also zwei Lokalderbys im Halbfinale bedeuten: Spandau kontra Potsdam, Waspo kontra White Sharks. Zudem bedeutet ein solches Ranking, dass der Sieger der Partie in den Folgerunden, inklusive des Best of Five-Finales ab 2. September den Heimbonus in der womöglich entscheidenden Schlusspartie besitzen.

Dem Dienstag-Gipfel darf man nach der langen Pause – Spandau hat sein letztes CL-Spiel am 3. März und die letzten Bundesliga-Partien ebenfalls vor rund einem halben Jahr bestritten – mit einiger Spannung entgegensehen.

Bei den Spandauern ist der Abgang von Tiberiu Negrean zu verkraften, die „Neuen“ Mario Cagalj und Ivan Zovic müssen integriert, der verletzt ausfallende Mateo Cuk kompensiert werden. „Wir haben uns konzentriert, motiviert und so gut es angesichts der Umstände geht vorbereitet. Aber ob es völlig überraschungsfrei abgeht, das hat auch das Potsdamer Turnier beim Re-Start gezeigt, dahinter bleibt doch ein Fragezeichen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde 04

Dienstag, 25. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 19:00 Uhr

Spielort: Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Die Wasserfreunde wollen den Supercup zum 16. Mal gewinnen

Ob es am nationalen Feiertag, dem Tag der Deutschen Einheit, auch sportlich etwas zu feiern geben wird, entscheidet sich für Spandaus Wasserball-Männer ab 15 Uhr. Dann wird in der Schwimmhalle Schöneberg der Supercup zwischen dem Rekord- und Meister von 2018/2019 und dem Pokalsieger Waspo 98 angepfiffen. Der erste Titel der gerade neu gestarteten Saison wird zwar als nicht so gewichtig wie Meisterschaft und Pokal angesehen, aber im Prestigeduell der beiden Erzrivalen wird diese Standortbestimmung gleichwohl als Wegweiser und Stimmungsmacher für die bevorstehenden nationalen und vor allem internationalen Herausforderungen auf Vereins- und Auswahlebene angesehen.

Zum 20. Mal seit der von Spandau 04 gewonnenen Supercup-Premiere 1979 trifft der Meister 2018/19 auf den Pokalsieger des Vorjahres Waspo Hannover. In der bisherigen Siegerliste dieses Wettbewerbs (1979-1985, 1997-2003, 2014-2018) sind allein die Hauptstädter und die Niedersachsen (1998,2000,2017,2018) vertreten. Vor knapp einem Jahr triumphierte Waspo beim vierten nationalen Championat in Serie (Supercup, Pokal, Meisterschaft, Supercup) in Serie mit 11:8. Waspo ließ danach sogar Titel Nummer 5 im DSV-Pokal folgen, der von den Hannoveranern schon lautstark als Wachablösung im deutschen Männerwasserball gefeiert wurde.

Doch mit dem 3:0-Playoff-Finalerfolg in der Meisterschaft demonstrierte Spandau überzeugend, dass die Wasserfreunde nicht gewillt ist, den nationalen Thron kampflos zu räumen. Das soll nun im Supercup um die von 04-Ex-Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftete Statue „Jüngling von Olympia“, einer Nachbildung eines Werks des antiken Bildhauers Praxiteles, unterstrichen werden. Siebenmal trafen Spandau und Hannover im Supercup bislang aufeinander, die Bilanz zeigt die Niedersachsen mit 4:3-Siegen leicht im Vorteil. Das achte Duell wird als erster harter Saisontest für beide Seiten nach einigen personellen Veränderungen mit Spannung erwartet.

Das gilt auch für den erst zum dritten Mal ausgetragenen Frauen-Supercup an gleicher Stätte, bei dem es nach den bisherigen Siegern Nikar Heidelberg und Waspo 98 Hannover auf jeden Fall einen neuen Gewinner geben wird. Die in ihrer vergangenen Premierensaison auf Anhieb als Double-Sieger in Pokal und Meisterschaft erfolgreichen Spandau 04-Frauen können sich mit einem Triumph gegen Bayer Uerdingen nun sogar zum Triple-Gewinner krönen.

Wasserfreunde spielen in Plauen

„Professionellen Schwarzsehern haben wir bestimmt keine Freude gemacht“, grinste Spandau 04-Präsident Hagen Stamm nach dem unerwartet hohen 15:9 (9:6)-Sieg gegen Meister/Pokalsieger Waspo 98 Hannover am 7. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe B. Nach drei Niederlagen in direkten Duellen zuvor demonstrierten die Berliner ihre Stärke. An der Tabellenkonstellation nach der Hinrunde in der Achter-Gruppe änderte das zunächst zwar nichts – Spandau bleibt Sechster (7 Punkte), Hannover ist ohne Sieg Schlusslicht (3) – „aber für den Kopf war das ein Signal“.

Das stellte 04-Präsident Hagen Stamm klar, der das Duell zu einer Art Schlüsselspiel erhoben hatte. „Für uns ist das ein Weckruf, der anzeigt, wohin unser Weg in diesem Jahr gehen soll. Nämlich nach vorn und nach oben“, sagte er nach dem wie immer emotionalen Match zwischen den Erzrivalen, in dem Spandau zeigte, dass es Mittel und das Potenzial hat, die Stars von Waspo wie Radovic oder Brguljan zu kontrollieren und weitgehend auszuschalten. Zuletzt hatten stets die Niedersachsen das bessere Ende für sich, wurden 2018 Meister, Pokal- und Supercupgewinner.

Zwar ist Waspo als Gastgeber für das Final 8 der Champions League Anfang Juni unabhängig vom Abschneiden in der Hauptrunde gesetzt, dennoch, gab Gäste-Coach Karsten Seehafer zu, „war das natürlich kein ganz normales Spiel wie jedes andere, das wir mit einem Schulterzucken abhaken können“. Der Verlauf gab ihm durchaus recht, wenn auch anders als aus seiner Sicht gewollt. Denn Spandau dominierte von Beginn an, zog noch im Startviertel auf 5:2 davon und behielt trotz einiger Wellen (Zwischenstände 5:5, 9:5, 9:7, 13:8) stets die Kontrolle in der laut CL-Website „einseitigen Partie“.

Zwar qualifizieren sich aus der Gruppe neben Hannover nur drei weitere Teams für das Final 8, „aber wenn wir so weitermachen, kann die kleine Chance darauf noch größer werden“, so Hagen Stamm.

Waspo-Präsident Bernd Seidensticker, der die Berliner gern zum „Lieblingsfeind“ erklärt, musste nach der Partie zugeben: „Spandau war klar besser. Hoffentlich war das ein Warnschuss für uns zur rechten Zeit.“ In zwei Wochen will man den Eindruck vom Berliner Mittwoch korrigieren. Dann nämlich empfängt Waspo am 6. Februar die Wasserfreunde zum Auftakt der CL-Rückrunde.

Zuvor allerdings sind die Wasserfreunde noch in zwei DWL-Partien gefordert – am kommenden Samstag beim ambitionierten A-Gruppen-Aufsteiger SVV Plauen und am 2. Februar daheim gegen Esslingen. Dann muss Konstanz auf gutem Niveau bewiesen werden. Plauen steht nach acht Spielen mit einer 3:5-Siegbilanz und 6:10 Punkten als Sechster vor Neukölln und Duisburg 98 mit guten Chancen auf den direkten Klassenerhalt da. Nur einen Pluszähler hinter Potsdam und drei hinter Esslingen gibt es zudem durchaus auch Chancen nach oben. Gegen Spandau sind diesbezüglich zwar keine Zähler zu erwarten, „aber ungefährlich sind die Plauener deshalb ganz gewiss nicht“, sagt Petar Kovacevic, Trainer der Berliner und greift zu einem deutschen Sprichwort: „Hochmut kommt vor dem Fall.“ Plauen baut vor allem auf seine ungarischen Leistungsträger, drei von ihnen finden sich unter den Top 20 der DWL-Torjägerliste.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

Samstag, 26. Januar 2019

SVV Plauen – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Stadtbad Plauen, Hofer Str. 2, 08527 Plauen

Rückblick: Mittwoch, 23. Januar 2019 – Champions League, Hauptrunde Gr. B, 7. Spieltag: Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 15:9 (5:3,4:3,4:2,2:1) Tore für Spandau: Negrean, Stamm, Dedovic je 3, Restovic 2, Reibel, Jüngling, Cuk, Gielen je 1 Stand: 1. Jug Dubrovnik 21 P., 2. Busto Arsizio 16, 3. Olympiacos Piräus 11, 4. Szolnok 9, 5. Mladost Zagreb 8, 6. Spandau 04 7, 7. Jadran Split 3, 8. Waspo 3.


Spandau und Hannover vor dem zweiten Saison-Duell

Deutsche Wasserball-Liga (DWL) 5. Spieltag: Jahrelang war der ASC Duisburg der Stammpartner der Wasserfreunde Spandau 04 in den Finals um die Deutsche Meisterschaft. 2013 konnten die Westdeutschen sogar den Titel gewinnen. Anschließend holten die Hauptstädter sich bis 2017 viermal in Folge die Meisterschaften (Nummer 34, 35, 36 und 37). 2017 kosteten die 3:1 Siege im Best-of-Five-Finale gegen Waspo 98 Hannover das Berliner Team allerdings einige Mühe. Waspo war auch in den 90ern und zu Anfang dieses Jahrtausends der Rivale der Spandauer gewesen.

In der Saison 2017/18 trug Hannovers massive personelle Aufrüstung mit Stars vom Balkan und Topakteuren der nationalen Konkurrenz Früchte. Die Niedersachsen gewannen – jeweils gegen Spandau – den Supercup (9:8), den Pokal (12:8) und mit 3:2 Siegen auch die Meisterschaft. Nimmt man die beiden vergangenen Spieljahre zusammen, ergibt sich eine Bilanz von 9:7 Erfolgen für Waspo in den gespielten Partien aller Wettbewerbe.

In der aktuellen Saison konnte Waspo bereits wieder einen Erfolg erzielen: Im Supercup am 10. November in Hannover besiegten die Hannoveraner die Wasserfreunde mit 11:8. Die nächste Begegnung beider Teams folgt bereits am kommenden Samstag in der Schwimmhalle Schöneberg. Dann empfängt der DWL-Spitzenreiter Spandau (10:0 Punkte, dank einer mehr ausgetragenen Partie) Waspo (8:0) im eigenen Becken.

„Unser Team muss seine eigene Leistungsbereitschaft aktivieren und die Herausforderungen eines Spiels gegen das stark besetzte Top-Team annehmen, um so das eigene Leistungsniveau zu steigern“, sagt Trainer Petar Kovacevic vor der Partie, an der der verletzte Kapitän Marko Stamm nicht teilnehmen wird. Dieses Spiel werde mental sehr wichtig für die restlichen Partien des Jahres sein. In der Champions League werden die Wasserfreunde in Heimpartien noch auf die Ungarn aus Szolnok (5.12.) und die Kroaten von Jadran Split (19.12.) sowie national im Pokal-Achtelfinale auf Esslingen (Heimspiel am 8.12.) und in der Liga auf Duisburg 98 (Auswärts am 15.12.18) treffen.

Für dieses Programm ist das Spiel gegen Waspo so etwas wie der Türöffner. „Wir wollen mit Energie und Zuversicht in die Weihnachtsferien gehen“, gibt Kovacevic vor. Insbesondere was das Verhältnis zu Waspo 98 Hannover angeht. Bis zu elfmal kann es das Duell zwischen den beiden deutschen Topvereinen in dieser Saison geben. Und sogar noch öfter, sollte Spandau wie im Vorjahr das Final 8 der Champions League, das im Frühjahr 2019 an der Leine stattfinden wird, erreichen.

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover
01. Dezember 2018, Spielbeginn: 16:00 Uhr,
Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Peter Röhle

Champions-League 2017/2018 – Niederlage in Eger

ZF Eger – Wasserfreunde Spandau 04 8:4 (2:2,1:2,2:0,3:0). Torschützen: N. Dedovic 3, S. Pjesivac 1.

Fazit: Die Wasserfreunde sind näher am Punktgewinn als das Ergebnis aussagt.

Den zehnten Saisonauftritt in der Champions-League-Gruppe A beim Vorjahres-Vierten des Königswettbewerbs ZF Eger haben die Wasserfreunde Spandau 04 am Mittwochabend in Nordungarn mit 4:8 (2:2,2:1,0:2,0:3) verloren. Aber selten war die Formulierung, dass der Unterlegene das Becken „erhobenen Hauptes“ verlassen konnte, so zutreffend. Trotz Verletzungsausfall der Nationalspieler Mateo Cuk und Dennis Strelezkij verkauften sich die Gäste gegen den Favoriten ausnehmend gut, zeigten wohl ihre bislang stärkste Auswärtspartie in der Champions League. Eger, das auf Revange für das Sensations-9:10 am 20. Dezember in Berlin sann, registrierte verblüfft, dass die Spandauer Widerstand auf Augenhöhe leisteten. 2:2 hieß es nach dem ersten, gar 4:3 nach dem zweiten Viertel für den deutschen Rekordmeister.

Im Angriff überzeugte vor allem der seit Wochen starke Nikola Dedovic mit drei Treffern. Leider konnte das Team von Trainer Petar Kovacevic die effektive Phase im Angriff nach der Pause nicht fortsetzen. Obwohl die Spieler weiter hart und zupackend verteidigten, sodass den ungarischen Stars als Antwort nicht allzu viel einfiel, mussten sich 18:42 Minuten ohne 04-Treffer am Ende auswirken. Eger zog nach dem Ausgleich zum 4:4, dem eine verpasste Spandauer Chance von Lukas Küppers vorausging, trotz sichtbarer Mühe davon. Bis anderthalb Minuten vor Schluss war beim 6:4-Zwischenstand für Eger der Ausgang noch offen. Doch dann brachten zwei späte Tore das den wirklichen Spielverlauf nicht widerspiegelnde 8:4-Endresultat.

Die „tiefe Bank“ der Gastgeber (sieben Torschützen, bei Spandau nur zwei mit Dedovic/3 und Pjesivac/1) gab letztlich den Ausschlag. Auf der LEN-Website wurde „Eger out-powered the Germans in the second half“ kommentiert. Das Gute am 10. Spieltag der Gruppe A: Die Resultate haben das Ranking im Grunde bestätigt und kaum verändert. Genua, als Gastgeber sowieso für das Final 8 im Juni gesetzt, bleibt souveräner Erster (27 P.), auch Eger (22) und Szolnok (21) dürften sicher auf dem Weg in die Endrunde sein. Und Spandau 04 (18) müsste sich in den vier Restpartien ziemlich dumm anstellen, um die Fünf- bzw. Sechs-Punkte-Vorsprünge auf Jadran Herceg Novi und Steaua Bukarest im Kampf um den vierten Platz fürs Final 8 noch zu verspielen.

Aktueller Gruppen-Stand:
Genua 27 P., 2. Eger 22, 3. Szolnok 21, 4. Spandau 18, 6. Herceg Novi 13, 7. Steaua Bukarest 12, 7. CN Sabadell/Span. 6, 8. Alphen/Nied. 0 – (Sieg 3 P., Remis 1)

­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Anders als eine Reihe von internationalen Niederlagen in den Jahren zuvor war die aktuelle in Eger nicht ernüchternd, sondern vielmehr Mut machend. Das gilt auch für die Deutsche Meisterschaft, deren entscheidende Phase jetzt beginnt. Am kommenden Wochenende werden die beiden finalen Spieltage der Hauptrunde ausgetragen. Anschließend stehen die Platzierungen und Ansetzungen für Playoffs und -downs weitgehend fest. Spandau empfängt am Samstag und Sonntag den ASC Duisburg und Bayer Uerdingen zu zwei Heimspielen, kann aber unabhängig von den Ergebnissen wohl höchstens noch Zweiter der Hauptrunde werden. Es sei denn, Waspo würde sich völlig unerwarteter Weise noch einen Punktverlust leisten.

Aktuell geht Spandau dank des besseren Torverhältnisses im Vergleich zu den Niedersachsen als Spitzenreiter ins Wochenende. Sind beide Teams auch im Anschluss noch punktgleich, entscheidet der direkte Vergleich: Spandau gewann in Hannover 10:7, Waspo in Berlin 11:7. Träfen sich beide Teams im Best-of-Five-Meisterschaftsfinale ab 23. Mai wieder, hätte Hannover den Heimvorteil im entscheidenden Spiel.

Deutsche Wasserball-Liga (DWL)
2017/2018 13. und 14. Spiel

  1. März 2018
    ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04
    Spielbeginn: 16:00 Uhr

  2. März 2018
    Bayer Uerdingen – Wasserfreunde Spandau 04
    Spielbeginn: 14:00 Uhr
    Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg
    Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Peter Röhle

Klarer Sieg: White Sharks Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

W04 in Siegeslaune. Foto: Wasserfreunde 04

Wasserfreunde überstehen den Sonntagsausflug nach Hannover mit 9:22 (1:3, 3:6, 3:6, 2:7). Torschützen. N. Dedovic 8, M. Stamm, T. Negrean, M. Restovic 3, L. Küppers, L. Gielen 2, F. Korbel 1. Der Spieltermin des DWL-Spiels am Sonntagabend in Hannover war so gar nicht nach dem Geschmack der Wasserfreunde. Die White Sharks aus Hannover konnten allerdings keinen besseren Spieltermin anbieten, da die Wasserfläche des Hannoveraner Stadionbades am ursprünglichen Spieltag wie auch im Laufe des folgenden Tages durch eine Schwimmveranstaltung besetzt war. So wurde das Spiel erst am Sonntag um 18:00 Uhr angepfiffen und die Berliner Spieler waren erst am späten Abend wieder zurück in der Hauptstadt. Der Spielstart verlief für die Berliner klassisch: Erst nachdem sie ein Gegentor hinnehmen mussten, starteten sie so richtig durch.

Die anstrengende Reise nach Hannover und insbesondere die späte Uhrzeit waren für die Berliner besonders anstrengend, denn schon am Dienstag reist das Team nach Eger (HUN) zu seinem nächsten Champions-League-Spiel (Spielbeginn 18:30 Uhr). Aufgrund dessen wurden die Leistungsträger Saudadier und Pjsesivac nicht mit nach Hannover genommen, sodass sie sich auf das Spiel in Eger konzentrieren können. Mateo Cuk und Deniz Streletzkij stehen leider weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Als Generalprobe zum folgenden Spiel in Eger hat das Angriffsspiel gegen die Sharks hervorragend funktioniert. Nur in der Verteidigung müssen die Berliner sich verbessern. Neun Gegentore haben Trainer Kovacevic gar nicht gefallen.

Peter Röhle