Herbstmeister VSG Altglienicke

Die Tabellenführung, so beeindruckend sie sein mag, damit gerechnet hatte vor Saisonbeginn kaum jemand, sie besteht mit 36 Punkten „nur“ aufgrund des besseren Torverhältnisses 44:21 gegenüber dem Tabellenzweiten Energie Cottbus mit 41:26.

Energie gewann 2:0 bei Lichtenberg 47 und Altglienicke schaffte zu Hause immerhin ein 2:2 gegen den 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellendritten mit 34 Punkten.  Ein Höhepunkt kommt am Samstag, 07.12.19, 13.30 Uhr, für Altglienicke, die VSG freut sich auf Energie Cottbus zum Match Erster gegen Zweiter. Kompliment, wer dieses Regiebuch geschrieben hat.

Erfreulich aus Berliner Sicht, der 1:0-Erfolg vom FC Viktoria 89, Torschütze Menz (40.), bei Wacker Nordhausen, vor 457 Zuschauern. Mit den drei entführten Punkten kommt Viktoria aktuell auf 24, Tordifferenz plus 5 und klettert damit vor Lichtenberg 47 auf Platz acht. Einen Zähler dahinter hinter ist der BFC Dynamo platziert, unter der Woche gewann der BFC Dynamo gegen Wacker Nordhausen vor 731 Zuschauern mit 3:1. Lukas Brumme erzielte alle drei Tore. Nordhausen war durch Pichinot 1:0 in der neunten Minute früh in Führung gegangen.

Einen weiteren Sieg erzielte der Berliner AK mit 4:0, vor 1.508 Zuschauer in Babelsberg. Drei Tore in Folge, aber nicht in einer Halbzeit markierte Cigerci (14., 40. Und 67.). Kahraman steuerte das 4:0 bei. . „Innerhalb des Kaders gab es Querelen“ begründet Trainer Dirk Kunert, der fünf Spieler in der Woche vor dem Match bis zum Jahresende vom Spiel und Training suspendierte, darunter der beste Saison-Torschütze Pierre Merkel (sieben Treffer), Niklas Brandt, Oliver Hofmann, Kay Michel und Marcus Mlynikowski.

Zwischen Lok Leipzig und Wacker Nordhausen platzierte sich die Mannschaft von Andreas Zecke Neuendorf, Hertha BSC II, belegt Platz 4 mit 33 Punkten. Bereits am Freitag, 6.12. ab 18 Uhr, kommt der 1. FC Lok Leipzig ins Amateurstadion. Am Samstag, 7.12. um 13.30 Uhr, ist zeitgleich mit Altglienicke – Cottbus der Berliner AK beim Tabellenletzten Bischofswerdaer FV angesetzt.

Am Sonntag, 8.12. 13.30 Uhr, stehen drei weitere Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: RW Erfurt – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – VfB Auerbach und im Karl-Liebknecht-Stadion heißt es Babelsberg 03 (Tabellenvorletzter) – BFC Dynamo.

Christian Zschiedrich

Regionalliga: Siege für Hertha BSC und Altglienicke

Lediglich der BFC Dynamo verliert bei Optik Rathenow mit 1:2. Optik steht nunmehr mit 11 Punkten immer noch abstiegsgefährdet auf Platz 16, der BFC Dynamo bleibt bei 15 Punkten und auf Platz 9. Das Berlin-Derby Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89 endete vor 497 Zuschauern 1:1. Lichtenberg kommt damit auf 13 Punkte, Platz 12, Viktoria hat 16 Punkte, Platz 7. Weiterhin im Gleichschritt, mit je 28 Punkten, Hertha BSC II und VSG Altglienicke.

Hertha gewann im Amateurstadion vor 542 Zuschauern 4:1 und mit diesem Ergebnis  siegte auch VSG Altglienicke, die Mannschaft von Karsten Heine, gegen Germania Halberstadt. Bald heißt das Derby im Jahnstadion Hertha BSC – VSG Altglienicke allerdings erst am 9. November. Bereits am kommenden Freitag, 25.10. muss Altglienicke in die Howoge-Arena „Hans Zoschke“ gegen Lichtenberg 47 bestehen. Hertha hat zeitgleich ein Auswärtsspiel bei Germania Halberstadt. Souverän führen beide Clubs die Regionalliga Nordost an. Fragt sich, wer den längeren Atem hat. Zecke Neuendorf’s Truppe aktueller als Tabellenführer hat das bessere Torverhältnisse und in Kiprit mit 11 und Ngankam mit 8 Toren die erfolgreichsten Schützen. Altglienickes Förster mit 8 Treffern sitzt ihnen im Nacken.  

Erholt zu sein scheint der Berliner AK 07 mit Dirk Kunert, zumindest wurde sogar auswärts bei ZSC Meuselwitz mit 4:1 die Negativserie beendet. Derzeit sind es nach 12 Spielen 16 Punkte und Platz 8, am Freitag, 25.10. 19.00 Uhr, gehts es ins Stadion Lichterfelde gegen die punktgleiche Viktoria im Derby um Punkte. Dynamo hat ein Heimspiel, am Sonntag, 27.10. 13.30 Uhr, Jahnstadion, gegen ZFC Meuselwitz.

Seit sieben Spielen unbesiegt ist Energie Cottbus auf dem Vormarsch, Chemie Leipzig wurde mit 2:1 geschlagen. Energie hat nunmehr als Tabellendritter 23 Punkte. Der nächste Gang führt zu den 03ern am Sonntag, 27.10. 14.00 Uhr, nach Babelsberg. Chefcoach Björn Joppe ist beim 1.FC Lok Leipzig, aktuell 22 Punkte und Tabellendritter, zurückgetreten. Babelsberg spielt, Montag, 21.10. 18.00 Uhr, beim 1.FC Lok Leipzig, die Partie wurde verlegt. Der Rücktritt von Björn Joppe ist sportlich nicht nachzuvollziehen. Er hatte das Traineramt im September 2018 übernommen und die Locksche bis auf Platz drei der Regionalliga geführt. Es sollen persönliche Gründe vorliegen für diesen Schritt vorliegen.

Ein Nachfolger ist bereits gefunden. Der frühere Bundesliga-Coach Wolfgang Wolf hat das Amt übernommen. Bislang war er Sportdirektor beim 1. FC Lok.                                                                                                                         

 Christian Zschiedrich

Die Jugend sollte mehr Beachtung finden

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Blicken wir heute mal in die Leistungsklassen des Fußball-Nachwuchses, angefangen in der Bundesliga U19: Hertha BSC spielte in den letzten Jahren eine ausgesprochen gute Rolle; war stets in der Spitzengruppe, mitunter sogar ganz vorn zu finden. Aktuell steht Herthas A-Jugend, von Michael Hartmann trainiert, auf Platz 9 der Bundesliga-Tabelle – hinter dem 1. FC Union (8.).

Hertha und Union sind die beiden einzigen Berliner Vereine in der oberen Klasse mit 14 Clubs, bei drei Absteigern; derzeit Osnabrück, TSV Havelse und Carl Zeiss Jena. Für die Berliner besteht zum Glück keine unmittelbare Abstiegsgefahr. An der Spitze finden wir RB Leipzig, gefolgt vom VfL Wolfsburg. Große Aufstiegshoffnungen eines Berliner Vereins aus der Regionalliga sind zur Zeit nicht vorhanden. Wesentlich freundlicher spiegelt sich aus Berliner Sicht die B-Jugend Bundesliga wider.

In der Bundesliga der U17 spielen drei Berliner Mannschaften: Tennis Borussia, Platz 8; verlor leider zu Hause 1:3 gegen den FC St. Pauli. Der 1. FC Union, Platz  7, gewann das letzte Spiel 6:1 gegen Holstein Kiel. Wer steht mit 23 Punkten an der Spitze? Hertha BSC! Trainiert von Andreas „Zecke“ Neuendorf, Assistenztrainer sind Jochem Ziegert und Agostino Burgarella. Torwarttrainer ist Marc Regeler und Teamleiter ist Doreen Richter. Es gibt für das Team sogar eine Therapeutin, Saskia Herrmann. Bereits in dieser Alterklasse müssen professionelle Bedingungen vorhanden sein.  Am Rande bemerkt: Ein gewisser Marton Dardai, geb. am 12.02.2002, 75 kg, ist mit 182 cm ist nur der Drittgrößte im Team, übertroffen von Milan Kremenovic, 191 und Raphael Bartel mit 183 cm.

Schauen wir auch hier zu möglichen Aufsteigern aus der Regionalliga: Punktgleich rangieren aktuell vorn, der 1.FC Magdeburg, Hallescher FC und Carl-Zeiss Jena. Wir blicken ebenso – die Jugend hat es verdient – in die Verbands- und Landesligen. Gehen Sie ruhig mal wieder zu den Jugendspielen.

Christian Zschiedrich

Tabellenführer Hertha BSC

Foto: Frank Toebs

Erfolgreicher als die eigenen 1. Herren: Durch Tore von 1:0 (15.) Steinhauer, 1:1 (27.) Tekin, 1:2 (28.) Samardzic (FE), 1:3 (34.) Tekin, 2:3 (72.) Werbelow landete das B-Jugend Neuendorf-Team den Derby-Sieg gegen den 1.FC Union (Tabellenachter) und verteidigt damit die Tabellenführung in der Bundesliga. Für Union war durchaus etwas drin. Steinhauer brachte die Eisernen sogar in Führung. Werbelows Treffer (72.) sorgte noch einmal für Spannung, weil in der 69. Minute Samardzic einen Strafstoß über das Tor setzte. Union witterte als Heimmannschaft Morgenluft, aber Hertha war am Ende das abgeklärtere Team. Alles läuft gut für Andreas „Zecke“ Neuendorf und seinem Co-Trainer Levent Selim. Die größere individuelle Klasse der U17-Bundesliga-Mannschaft von Hertha BSC sorgte für 3 Punkte beim Derby an der Hämmerlingstraße. Der 3:2-Erfolg war knapp, aber gerechtfertigt. Selbst einen vergebenen Strafstoß konnten sich die Gäste in der Endphase der Partie erlauben. Sie grüßen so weiter von der Tabellenspitze punktgleich mit RB Leipzig, dank der besseren Tordifferenz.

Frank Toebs, Christian Zschiedrich

Trainer Hermann Andreev beim Fachsimpeln mit Andreas „Zecke“ Neuendorf nach dem Abpfiff (Foto: F. Toebs)

Getröstet werden muss Unions Mattis Koch. (Foto F. Toebs)