Eisbären siegen und festigen ihre Führung in Nord-Gruppe

Am 37. Spieltag der DEL empfingen die Eisbären Berlin die Schwenninger Wild Wings. Am Tag zuvor wurden sie von den Müncher Bullen verprügelt und so stand ihnen der Sinn nach einer Wiedergutmachung. Vorsicht war geboten, den die Gäste aus dem Schwarzwald haben im Gegensatz zu den Berlinern die Playoff-Teilnahme noch nicht in der Tasche.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Eisbären, bereits nach sieben Minuten stand es 2:0 nach Treffern von Noebels (5. Minute) und Reichel (7. Minute). Die Schwäne schlugen zurück und stellten bis zur ersten Drittelpause das Ergebnis wieder Pari. Da war es oft zu luftig in der Eisbärenabwehr.

Im Mittelabschnitt zunächst Duplizität der Ereignisse. Die Eisbären legten erneut zwei Tore. Für den Zwischenstand von 4:2 zeichneten in der 26. Minute Müller und Tuomie verantwortlich. Zwischen beiden Toren lagen lediglich 41 Sekunden. Da hatte Schwenningens Trainer Niklas Sundblatt genug gesehen und wechselte den Torhüter. Das Ergebnis hielt bis zur letzten Drittelpause. Es steigerten sich die Abwehrreihen um Torhüter Ancicka. Aufseiten der Schwenninger dagegen wird der Stammgoalie der Schwede Joacim Eriksson schmerzlich vermisst, der aus familiären Gründen momentan nicht zur Verfügung steht. Kurz vor dem Ende des Drittels verletzte sich Schiedsrichter Aleksander Polaczek und musste leider ins Krankenhaus gebracht werden.

Sein Vertreter, der 21-jährige Luis Benzing hielt seinen Kasten sauber bis zur 49. Minute. Nach einigen guten Paraden, die seinem Selbstbewusstsein gutgetan haben dürften, musste sich schließlich einem Schuss von Eisbären-Stürmer Boychuk geschlagen geben. Für Benzing war es die Premiere in der Deutschen Eishockey Liga. Für das 6:2 in der 57. Minute konnte er nichts. Der Treffer fiel in einer empty net Situation. Bei diesem Spielstand blieb es in der leider leeren Halle am Ostbahnhof.

Der Gästetrainer gratulierte nach dem Spiel den Eisbären zum Sieg und würdigte die Leistung von Goalie Benzing. Insgesamt hat es für seine Mannschaft nicht gereicht. Im Lager der Eisbären waren sie nach den zwei Niederlagen gegen München zufrieden. Bis zum kommenden Samstag, 10. April können sie etwas ausspannen. Der nächste Gegner heißt erneut Schwenningen und am Tag darauf warten die Adler Mannheim.

Hans-Peter Becker