Saisoneröffnung in der 2. Baseball-Bundesliga

Foto: Hans-Peter Becker

Im vergangenen Jahr war Berlin mit drei Mannschaften in der zweithöchsten Spielklasse vertreten. Die Berlin Challengers vom SC Charlottenburg haben ihre Mannschaft zurückgezogen. Im Spielbetrieb selbst gab es Veränderungen. Die 2. Bundesliga gliedert sich jetzt in sechs Divisionen mit insgesamt 42 teilnehmenden Mannschaften. Die beiden verbliebenen Berliner Vertreter, Berlin Flamingos und Berlin Sluggers spielen in der Nord-Ost Divison, 5 Teilnehmer. Die an deren Teilnehmer kommen aus Braunschweig, Hannover und Leipzig. Die 3. Ligen wurden aufgelöst, unterhalb der 2. Bundesliga wird in den von den Landesverbänden organisierten Landes- bzw. Verbandsligen gespielt.

Zur Saisoneröffnung gab es gleich das Derby zwischen den Sluggers aus Neukölln und den Flamingos, die im Norden Berlins, im Märkischen Viertel beheimatet sind. Während die Sluggers als Saisonziel einen sicheren Platz im Mittelfeld anstreben,wollen die Flamingos selbstbewußt den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Während die Sluggers einige Abgänge im Kader verkraften müssen, so verließ Iwan Galkin die Mannschaft und spielt für den Erstligisten Dohren Wild Farmers, konnten die Flamingos einige Verstärkungen in den Ballpark an der Königshorster Straße locken. Sie profitierten dabei vom bereits erwähnten Rückzug der Challengers. Weiter verstärkt werden konnte der Kader durch Zugänge vom ehemaligen Regionaligisten Berlin Roadrunners.

Dass der angestrebte Aufstieg ein gehöriger Kraftakt werden wird, bekamen die Flamingos gleich zu spüren. Der Saison-Opener endete mit einem Split. Spiel 1 gewannen die Flamingos und Spiel 2 ging nach 7 Innings mit 6:3 an die Sluggers. Im ersten Spiel pitchte Spielertrainer Enorbel Marquez Ramirez souverän, hielt die Schlagmänner der Sluggers in Schach und gestattete ihnen nur einen Punkt. Der Sieg in Spiel 1 fiel mit 8:1 entsprechend deutlich aus. Bei nasskaltem Aprilwetter war es für Zuschauer und Spieler alles andere als angnehm. Die Sluggers dürften am Ende des Tages etwas zufriedener gewesen sein.

Hans-Peter Becker

Baseball in Berlin

Sluggers Pitcher Parsa Bergengrün in Aktion. Foto: Hans-Peter Becker

Berlin ist eine Baseball-Hochburg. Es reicht zwar nicht ganz für die 1. Bundesliga, dafür spielen 3 Berliner Vereine in der 2. Bundesliga. Die Saison geht zu Ende und sportlich haben die Berliner Vereine samt und sonders die Klasse gehalten. Am besten platzieren konnten sich die Sluggers aus dem Süden Berlins. In den beiden letzten Saisonspielen wurde der Spitzenreiter und zukünftige Erstligist Dohren Wild Farmers mit 13:6 und 4:3 bezwungen. Die Saisonbilanz, 17 Siege und 11 Niederlagen liegt im Bereich des Erwarteten. Für die anderen Berliner Vereine, den Flamingos und Challengers ist die Saison noch nicht beendet.

Das erste Spiel gegen Dohren fand ein kurioses Ende. Die Sluggers brauchten nur noch ein Aus. Es kam zustande, weil ein geschlagener Ball den Spieler traf, der gerade versuchte von der ersten zur zweiten Base zu laufen. Der Ball wurde von der Keule so getroffen, dass er den Baserunner am Oberschenkel erwischte.  Der Versuch, die Base zu stehlen endete unglücklich. Ein Aus, im Basball nicht oft zu sehen, alle Beteiligten mussten anschließend ein bisschen schmunzeln. Das 2. Spiel ging über 7 Innings und musste für 15 Minuten wegen Regens unterbrochen werden. Die ersten Punkte im Spiel gingen an die Gäste. Die Sluggers machten aus einem 0:2 Rückstand eine 4:2 Führung. Einen Baserunner brachten die Gäste noch ins Ziel. Das reichte nicht, um die zweite Niederlage zu verhindern. Die Gäste aus dem Norden wird es nur kurz geärgert haben. Die Tabellenführung war ihnen bereits vor dem Spieltag nicht mehr zu nehmen. Ihre bislang erreichten 20 Siege können von den anderen Berliner Teams mehr erreicht werden. Für die Sluggers ein schöner Saisonabschluss.

Hans-Peter Becker