Saison Nr. 37 der mini-Meisterschaften im Tischtennis

Die mini-Meisterschaften sind eine Erfolgsgeschichte und gehen ins 37. Jahr. Seit 1983 haben mehr als 1,6 Millionen Kinder teilgenommen – das sucht in der Nachwuchsförderung in Sportdeutschland seinesgleichen. Natürlich hoffen wir, dass auch dieses Jahr wieder viele Mädchen und Jungs zu den Ortsentscheiden kommen und sich für unseren Sport begeistern. Dafür brauchen wir die Vereine als Ausrichter. Wer schon einmal mini-Meisterschaften veranstaltet hat weiß, mit welcher Begeisterung die Kids dabei sind. Und nicht selten ist er oder sie nur kurze Zeit später auch im Verein aktiv. Alle wichtigen Infos rund um die Minis und wie wir sie dabei unterstützen bekommen Sie in diesem Newsletter. Außerdem geben wir Ihnen Tipps an die Hand, wie sie mehr junge Teilnehmer für Ihren Ortsentscheid gewinnen können.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Organisation der mini-Meisterschaften und bedanken uns jetzt schon für Ihr Engagement. Wenn am 7. Juni die Saison mit dem Bundesfinale in Saabrücken endet, können wir hoffentlich auf ein weiteres erfolgreiches Jahr mini-Meisterschaften zurückblicken – in dem wir wieder viele Kinder in die Tischtennishallen dieses Landes locken konnten. 

Es geht wieder los – Saison Nr. 37 der mini-Meisterschaften. Der Countdown läuft: Ab dem 1. September nimmt sie ganz offiziell Fahrt auf, die mittlerweile 37. Saison der mini-Meisterschaften, eine der erfolgreichsten Breitensportaktionen für Kinder im deutschen Sport überhaupt. Seit 1983 nahmen an der speziell für Kinder im Alter von zwölf Jahren oder jünger entwickelten Kampagne des Deutschen Tischtennis-Bundes rund 1,5 Millionen Mädchen und Jungen teil.

Werden Sie mit Ausrichter der mini-Meisterschaften!Der Deutsche Tischtennis-Bund und DONIC stellen wertvolle Preise zur Verfügung, die am Saisonende unter jenen Ausrichtern verlost werden, die von den entsprechenden Mitgliedsverbänden weiterempfohlen werden. Als 1. Preis beispielsweise lockt eine komplette Turnierbox, bestehend aus einem Wettkampftisch, Umrandungen, Schiedsrichtertisch, Zählgerät und Netzgarnitur. Bewerben kann sich für diese Aktion jeder Ausrichter eines Ortsentscheides: Voraussetzung ist lediglich die Abgabe der vollständigen Veranstaltungsberichte sowie eines Pressespiegels (Fotos, Organisationsplan, Zeitungsartikel) über Ihren Entscheid beim zuständigen Mitgliedsverband mit dem Vermerk „Gute Organisation“. Wenn Sie diese Unterlagen bis zum 30. April 2020 eingereicht haben, haben Sie die Chance, an der Verlosung der attraktiven Preise teilzunehmen. Noch ein Tipp: Richten Sie den Ortsentscheid doch zusammen mit einer Schule aus. Dann sind hohe Teilnehmerzahlen fast garantiert.

Marita Bugenhagen  

Tischtennis-Damen holen das Triple

Freude über den Finalsieg – ttc eastside Berlin (Foto: Hans-Peter Becker)

Am Schluss wurde es etwas hektisch. Im dritten Spiel des Finales der Champions-League zwischen dem ttc eastside und der polnischen Mannschaft aus Tarnobrzeg standen sich Gina Pota und Han Ying gegenüber. Zuvor hatten Shan Xiaona und Petrissa Solja ihre Einzel jeweils glatt mit 3:0 gewonnen. Der erste Satz ging mit 11:7 an die Spielerin aus Polen. Han Ying, die zur Zeit beste europäische Spielerin und aktuell neunte der Weltrangliste, gab dann den 2. Satz ziemlich deutlich mit 4:11 an Gina Pota ab. Der 3. Satz wurde nicht mehr ausgespielt. Han Ying ging zu den Schiedsrichtern und signalisierte, dass es bei ihr nicht mehr weitergeht. Sie war bereits mit Rückenproblemen angereist. Das erklärt auch, dass sie für das Rückspiel nur an Nummer 3 gesetzt wurde. Im Hinspiel hatte sie Petrissa Solja noch glatt in 3 Sätzen geschlagen. Ganz unspektakulär, nicht nach einem spannenden Ballwechsel, ging so in der gut gefüllten Ballspielhalle des Marzahner Freizeitforums der Champions League Titel 2016 an die Tischtennis Damen des ttc eastside. Die eingangs erwähnte Hektik kam dadurch zustande, dass zu diesem Zeitpunkt die Siegerehrung noch nicht vorbereitet war. Nach 20 Minuten konnte es losgehen mit Sektdusche und Goldlametta. Eine erfolgreiche Saison geht für den ttc eastside zu Ende. Wie 2014 gelang erneut das Triple. Der Gewinn der deutschen Meisterschaft und des Pokals wurde jetzt mit diesem Sieg veredelt. Finanziell zahlt sich das in dieser Sportart leider nicht aus. Der Wettbewerb wird immer attraktiver. In diesem Jahr wurde das Teilnehmerfeld von 6 auf 12 Mannschaften erweitert. „Aber die ETTU (Europäische Tischtennis Union) muss endlich mehr dafür tun. Es muss Preisgelder geben.“ Eine deutliche Ansage von Irina Palina, Trainerin und Managerin der eastside Damen, an die Adresse des Verbandes und seines Präsidenten, dem Niederländer Roland Kramer. Er nahm vor Ort die Siegerehrung vor und wird sich seine Gedanken gemacht haben. Bislang profitiert nur der Verband von dem gestiegenen sportlichen Niveau. Die Teilnahme an der Champions-League darf für die Vereine keine zusätzliche finanzielle Belastung darstellen. Neben der Ehre geht es im Sport heutzutage auch um Geld.

Für die eastside-Damen ist die Saison zu Ende. Sie begann am 21. August 2015 mit dem 1. Spiel der Gruppenphase gegen den TT Saint Quentin aus Frankreich und endete am 27. Mai 2016 mit 3 Pokalen. Ein bisschen durfte gefeiert werden. Für Xiaona Shan und Petrissa Solja beginnt jetzt die intensive Vorbereitung auf Olympia. Beide starten für Deutschland. Petrissa Solja im Einzel und im Doppel mit ihrer Vereinskameradin Xiaona Shan. Die andere deutsche Einzelspielerin ist jene Han Ying, die ihr Match mit Gina Pota durch Aufgabe beendet hatte. Dieses Einzel könnte bei den Olympischen Spielen erneut stattfinden. Gina Pota wird für Ungarn starten.

Bleibt als Saisonfazit, ttc Präsident Alexander Teichmann kann vollauf zufrieden sein. Die Sektdusche nach dem Finalerfolg– ohne Ersatz-Bekleidung – wird er locker wegstecken. Alle Saisonziele wurden erreicht. Neben dem avisierten Triple, stand als Zielvorgabe, 3 Teilnehmerinnen für die Olympischen Spielen zu stellen.

Hans-Peter Becker