Mauerweglauf 2017 – 100 Meilen Berlin

Am vergangenen Wochenende fand zum 6. mal in folge der Mauerweglauf – 100 Meilen Berlin statt. Der Mauerweglauf erinnert alljährlich an den Mauerbau und dessen Opfer die sie mit sich brachte bei der Teilung. Der diesjährige Lauf war Dorit Schmiel gewidmet, die 1962 bei einem Fluchtversuch ums Leben kam. Ihr zu Ehren wurden an der Stelle, an der die tödlichen Schüsse fielen, von den Läuferinnen und Läufern rote Rosen niedergelegt.

Foto Headlight Pictures Sportfotografie – Sieger Jan-Albert Lantink

Der Niederländer Jan-Albert Lantink hat die sechste Auflage des Berliner Mauerweglaufs gewonnen. Der 59-Jährige aus Hengelo benötigte für die gut 161 Kilometer lange Runde um das westliche Berlin 13:39:56 Stunden. Das war die bisher zweitbeste Zeit, die jemals bei einem Mauerweglauf gelaufen wurde. Der zweite Platz ging an den Lokalmatadoren Sascha Dehling von der LG Mauerweg Berlin in einer Zeit von 14:37:35 Stunden. Hinter dem Deutschen 100km-Mannschaftsmeister kam Patrick Hösl von der LG Ultralauf ins Ziel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (14:40:41 Stunden).

Der Sieg bei den Frauen ging an Katrin Grieger aus Hamburg in 17:20:20. Antje Müller (LFV Oberholz) wurde Zweite in 17:50:34 Stunden. Als Dritte erreichte Kerstin Schumann (Powerbärs Rednitzhembach) in 19:25:04 das Ziel.

Bei den Staffel-Wettbewerben ging der Sieg bei den 2er-Teams an die Maulhelden in einer Zeit von 14:37:32 Stunden. Bei den 4er-Staffeln lag am Ende der 1.FC Union Berlin nach 12:25:29 Stunden vorn, bei den 10Plus-Teams gewann die Staffel vom Axel-Springer-Verlag in 13:35:23 Stunden.

Der Mauerweglauf rund 100 Meilen um Berlin

Der Mauerweglauf: Laufen auf den Spuren deutscher Geschichte

Es gibt wohl kaum einen anderen Ultramarathon mit so engem Bezug zur jüngeren deutschen Geschichte. Denn der Mauerweglauf wird entlang der früheren Grenze um Berlin, rund 100 Meilen um die Stadt herum gelaufen. Wo früher die Mauer stand, sind jetzt Hunderte Läuferinnen und Läufer aus aller Welt unterwegs. Der 100 Meilen Lauf  findet bereits in diesem Jahr zum siebten mal statt. Seit 2011 wird mit diesem Lauf ein sportliches Zeichen der Erinnerung an die Teilung Berlins und ihre Opfer zwischen 1961 und 1989 gesetzt. Auch trägt die Finisher-Medaille in jedem Jahr das Konterfei eines Menschen, der bei dem Versuch, Stacheldraht und Beton zu überwinden, ums Leben kam. Unterstützt wird der Mauerweglauf unter anderem vom ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, der zugleich Schirmherr ist.

Was sollte man sonst über den Berliner Mauerweg wissen?

100Meilen.de-Sportfotografie Headlight Pictures

Er ist überwiegend flach, größtenteils asphaltiert und verläuft teilweise durch städtisches Gebiet, aber auch durch Wälder oder entlang von Wiesen und Feldern – eine abwechslungsreiche Strecke. Eine Besonderheit ist aufgrund der Länge und dem Zeitlimit von 30 Stunden (für Einzelläufer, 27 Stunden für Staffeln) ist die Strecke nicht abgesperrt, es kann also durchaus zu Begegnungen mit Autos, Radfahrern und Fußgängern kommen. Deshalb müßen die Läufer die Straßenverkehrsordnung unbedingt beachten! Dass man trotz roter Ampeln flott unterwegs sein kann, bewies 2014 Mark Perkins mit seinem Streckenrekord. Der Brite benötigte für die 100 Meilen gerade mal 13 Stunden und 6 Minuten.

Für die Beliebtheit dieser Veranstaltung, die es seit 2011 gibt, sind auch die über 350 Volunteers entlang der Strecke verantwortlich. Sie versorgen die Mauerwegläufer nicht nur an den insgesamt 27  Verpflegungspunkten mit Getränken und allerlei leckeren Sachen, sie sind auch Motivations- und Trostspender zugleich. Ein Grund mehr für die Läufer, unterwegs nicht aufzugeben!

Wer den Lauf innerhalb des Zeitlimits beendet, erhält eine einzigartige Finishermedaille. Einzelläufer, die die Strecke 2017 innerhalb von 30 Stunden beendet haben, erhalten zusätzlich eine Back-to-Back-Medaille. Finisher, die den Lauf innerhalb von 24 Stunden erfolgreich absolviert haben, erhalten zusätzlich einen 100Meilen-Buckle – eine Gürtelschnalle nach amerikanischem Vorbild.

100Meilen.de-Sportfotografie Headlight Pictures

Der Lauf für 2017 ist am 12. und 13. August geplant und bereits alle Startplätze vergeben. Wir von Sportick.eu werden Euch in diesem Jahr das erste mal vom 100

Meilen Lauf berichten. Andreas Bock von Headlight Pictures – Sportfotograf, wird den Lauf mit seinem Team 30 Stunden lang begleiten und uns eine Fotoreportage zur Verfügung stellen.

Mehr Infos zum Mauerweglauf auf www.100Meilen.de