Saisonstart im Futsal

1. Vorsitzender Jörg Meinhardt © Foto J. Meinhardt

Mit grosser Vorfreude und Spannung geht es in die neue NOFV Futsal Regionalliga Saison 2019/20. Unser neues Team um Coach Rene Cobien und Teamleiter Serkan Altinkalp bringt viel Leidenschaft und Herzblut mit. Viele neue und junge Spieler starten in ihre Premierensaison in der höchsten deutschen Futsalliga. Wir gehören sicher nicht zu den Favoriten dieses Jahr und legen den Fokus mehr auf die sportliche Entwicklung und den weiteren Aufbau in der Vereinsstruktur. Ich bin zuversichtlich und sehr gespannt, wie sich unser junges Team behaupten wird.

Jörg Meinhardt (1. Vorsitzender)

Verbandsdialog – Berliner Fußballvereine im Gespräch

Im Rahmen des Verbandsdialogs suchte der BFV am 8. Juli in der Sporthalle des Landesleistungszentrums LLZ das Gespräch mit Vertreter und Vertreterinnen der Berliner Fußballvereine.

DFB Vize Dr. Rainer Koch stellte sich den Fragen Foto: Konstantin Bahnsen

Trotz ausbaufähiger Teilnahmequote entpuppte sich das Zusammentreffen als gelungene Veranstaltung, in der Wünsche und Kritik geäußert, aber auch gemeinsam Ideen und Lösungsansätze gesammelt wurden. Zu den Gästen zählte der Präsident des Bayrischen Fußballverbands und 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch, dessen Rede mit Spannung erwartet wurde.

Bereits um 9:30 Uhr am Samstagmorgen begann der Verbandsdialog unter Moderation des BFV-Geschäftsführers Kevin Langner. Begrüßen durfte er insgesamt knapp 50 Vertreter von 30 Vereinen. Die Zusammenkunft sollte dazu dienen, die Interessen der Klubs aufzudecken und Unklarheiten aus dem Weg zu schaffen.

Koch fordert Zusammenhalt

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den BFV-Präsidenten Bernd Schultz. Er bedankte sich bei den Gästen für die Anwesenheit und übergab das Wort an Dr. Rainer Koch. Dieser betonte in seiner Rede mehrfach, dass Probleme, wie der enge finanzielle Spielraum der Amateurvereine, am besten gemeinsam zu lösen seien. Geschlossenheit entstehe erst, „wenn sich 21 Landesverbände trotz Meinungsverschiedenheiten untereinander verständigen.“

„Futsal stößt auf riesiges Interesse“

Neben dem schwierigen Thema der wirtschaftlichen Situation des Amateurfußballs kam Koch auch auf die Chancen des Futsal zu sprechen, der seiner Ansicht nach auf „riesiges Interesse“ stößt. Um das Potenzial des Futsal ausschöpfen zu können, müsse man zusammen „anfangen, den Sport Grundschulkindern nahezubringen und die wenigen zur Verfügung stehenden Hallen zu füllen.“ Man stehe „schließlich in Konkurrenz zu anderen Wintersportarten.“ Auf den Einwand von Vereinsvertretern, dass der Futsal das Training für Fußballmannschaften erschweren würde, entgegnete Koch, dass „alles, bei dem mit dem Fuß gegen einen Ball getreten wird“  in den Fußball integriert werden müsse.

Scharfe Kritik am Aufstiegssystem

Im Anschluss an seine Rede stellte sich Koch den Fragen der Zuhörer. Diese kritisierten besonders das derzeitige Aufstiegssystem in die 3. Liga, in dem fünf Regionalligameister und der Zweitplatzierte der Regionalliga Südwest in Relegationsspielen um den Aufstieg spielen. Nur drei von 91 Viertligateams schaffen demnach den Sprung in die höhere Klasse. Die Vereinsvertreter waren sich in dieser Sache einig: „Meister müssen aufsteigen!“ Koch lenkte ein und nannte das Aufstiegssystem „schlecht“, gab jedoch an, ein sicherer Aufstieg eines Regionalligameisters sei „nicht realisierbar“.  Stattdessen gelte es, den Relegationsmodus zeitnah aufzubessern.

Schultz macht auf Infrastrukturproblem aufmerksam

Auf den Beitrag von Dr. Rainer Koch folgte Bernd Schultz mit seiner Rede. In dieser brachte er vor allem die Probleme um die sportliche Infrastruktur zu Sprache: „Wir brauchen mehr Sportstätten.“ Auch hier müsse man mit den Schulen kooperieren. Zudem sei zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit besteht, Sportanlagenbau auf freien Flächen zu realisieren.

Ähnlich wie Koch steht auch Schultz dem Futsal positiv gegenüber. Seiner Ansicht nach ist es von Bedeutung, die Entwicklung des Futsal zu fördern und „Angebote zu schaffen, keine Verbote“.

Gemeinsame Lösungssuche

Anschließend erhielten die Vereinsvertreter im Rahmen von Workshops die Chance, persönliche Anliegen auszusprechen und gemeinsam mögliche Lösungsansätze abzuleiten. Vorbereitet wurden zwei Gesprächsrunden, eine mit dem Titel „Spielbetrieb – Wie organisieren wir den Berliner Amateurfußball in der Zukunft?“ (Moderation: Carsten Voss), die andere betraf das Thema „Qualifizierung, Vereinsberatung und Soziale Verantwortung“ (Moderation: Jan Scharlowsky). Schnell brachten sich die Gäste aktiv ein und es entstanden rege Diskussionen. Im Bereich des Spielbetriebs kam man u.a. zum Ergebnis, dass die Regelung des Auf- und Abstiegs in den unteren Ligen durch das Heranziehen eines Koeffizienten erfolgen könnte. Zudem wurde der Wunsch geäußert, den Frauen- und Mädchenfußball durch finanzielle Förderungen oder die Einführung des zweimal im Jahr stattfindenden „Tag des Mädchenfußballs“ in jedem der zwölf Berliner Bezirke zu unterstützen. Im zweiten Workshop standen vor allem eine verbesserte Qualifizierung für Trainer und Funktionäre und die Entwicklung einer BFV-App im Vordergrund. Schließlich wurden die Ergebnisse von ausgewählten Teilnehmern in großer Runde präsentiert.

Im Anschluss an die Workshop-Phase wurden in einer offenen Fragerunde mit dem BFV-Präsidium weitere Themen besprochen, dazu zählten u.a. die Personalplanung beim BFV hinsichtlich des kommenden Verbandstags, digitalisierte Spielerpässe und die Transparenz der Abläufe beim DFB.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Grillbuffet auf der Terrasse des LLZ. Der BFV bedankt sich bei seinen Gästen für die aktive Beteiligung, aus der viele wertvolle Erkenntnisse hervorgingen sowie bei Dr. Rainer Koch für seinen umfänglichen Beitrag zum BFV-Verbandsdialog.

Quelle: Berliner Fußballverband BFV

Ein Lob den Basketballern und den Fußballern in Sachen Nachwuchsförderung

Sportinteressierte in Berlin haben von der „ALBA Oberschulliga“, wenn überhaupt, noch nicht so oft gehört. Geläufiger wird den Fußballanhängern dagegen der „Drumbo Cup“ sein. Ein Vergleich ist infolge der imposanten Zahlen schon angebracht. In beiden Wettbewerben sind die Endrunden erreicht. Im Basketball treffen sich 1.850 Schüler aus allen Bezirken vom 28.3. bis 31.03. zum Finalturnier in der Max-Schmeling-Halle. 150 Teams von 79 Oberschulen nehmen in vier verschiedenen Wettkampfklassen daran teil. Es ist ein junges Projekt in einer stetig wachsenden Sportart mit hohem Stellenwert an den Berliner Schulen. Alle Mannschaften durften sich bereits in der Vorrunde (ausgetragen von Nov. – Dez. 2016: 41 Turniere) und Zwischenrunde (Jan. bis März 2017: 37 Turniere) ihre Fähigkeiten beweisen. Die Wettkampfkategorien unterteilen sich in Rookie, Junior, Master und Allstar. Es ist ein sehr lobenswertes Gemeinschaftsprojekt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und ALBA BERLIN. Wer dem Basketballsport etwas abgewinnen kann, sollte persönlich mal vorbei schauen..

Der Drumbo-Cup ist etwas älter. Die Fußballer haben in unserer Stadt die Nase vorn. Die Commerzbank ist Organisator und Sponsor. Er wird seit 1975, zum 43. Mal mit einem bunten Rahmenprogramm ausgeführt. Es ist Deutschlands größtes Hallenturnier. TV Sport in Berlin war in den 30 vergangenen Jahren mit ausführlichen Berichten medial in Wort und Bild dabei. Weit über 100.000 Schülerinnen und Schüler nahmen bisher teil, unter anderem Jerome Boateng, Kevin-Prince Boateng, Pierre Littbarski, Thomas Häßler und Christian Ziege.

282 Jungenmannschaften und 111 Mädchenmannschaften, aus allen Bezirken starteten in dieser Saison beim Drumbo Cup. Er wird, wie im vergangenen Jahr, als Futsal-Turnier ausgetragen. In den Bezirksfinals qualifizierten sich 24 Jungenmannschaften, aus denen in den Finalvorrunden am 30. und 31. März sechs Teams für das Finale ermittelt werden. Die Mädchen traten bezirksübergreifend gegeneinander an, aus den besten Acht wurden die vier Mannschaften für das bereits am 20. März ausgetragene Finale ermittelt. Wer schafft  bei Jungen am 30. und 31.März den Einzug in die Finalspiele. Das große Finale findet am 5. April, ab 9.00 Uhr, in der Charlottenburger Sporthalle, Sömmeringstraße 29, in 10589 Berlin, statt. Weitere Partner bei Ausrichtung sind der Berliner Fußballverband, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Nike,und die Fußball-Woche. Die Endspiele werden am 5. April ab 13.05 Uhr (Mädchen), 13.25 Uhr (Jungen) ausgetragen. Für die Siegerehrung haben sich prominente Gäste angesagt.