Auslosung Viertelfinale des BFV-Pokals Saison 2016/17

Im Rahmen des Neujahrsempfang 2017 des Berliner Fußball Verbandes fand zusammen mit der Verleihung des Goldenen Fußballs auch die Auslosung des Viertelfinales um den Berlin-Pokals statt. Dr. Karsten Holland führte durch die Veranstaltung.
Kamera: Enrico Formowitz

Ingo Schiller Finanzchef von Hertha BSC im Interview mit Christian Zschiedrich

Anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs des Berliner Fußball Verbandes wurde Herthas C-Jugendspieler Jonas für eine besonders faire Geste ausgezeichnet. Vom Präsidum waren die Präsidiums-Mitglieder Otto, Wanzke und Schiller vor Ort. Finanzchef Ingo Schiller sprach mit Christian Zschiedrich über die bevorstehenden Aufgaben.
Kamera: Enrico Formowitz

Der DFB bewirbt sich um die EM 2024

DFB Präsident Reinhard Grindel als Gast beim Neujahrsempfang des Berliner Fußball Verbandes. Foto: Enrico Formowitz

Dies hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes auf seiner Sitzung am Freitag in Frankfurt am Main einstimmig beschlossen. Die offizielle Erklärung wird der DFB bis zum 3. März 2017 bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) einreichen. Der Verband wird sich darin mit zehn Stadien beziehungsweise Spielorten für die Austragung des Turniers bewerben. Die Auswahl wird in einem offenen, fairen und transparenten Verfahren erfolgen. Dabei hat der DFB Transparency International gebeten, den Bewerbungsprozess zu begleiten. DFB-Präsident Reinhard Grindel gab SportickTV beim Neujahrsempfang des Berliner Fußball Verbandes auch zu berlinspezifischen Themen ein Interview, das wir natürlich in vollem Wortlaut in Kürze auf unserem YouTube-Kanal veröffentlichen. Die EM 2024 könne ein wichtiges Leuchtturmprojekt für den gesamten deutschen Fußball werden. Hervorzuheben sei, Deutschland habe die Stadien, die Infrastruktur und das Knowhow, um auch wirtschaftlich vernünftig das Turnier auszurichten. Unmittelbar nach der Präsidiumsentscheidung sagte der DFB-Präsident: „Wir werden eine erstklassige Bewerbung einreichen und mit starken Argumenten überzeugen.“ Was Berlin und die Arbeit des BFV anbelangt, äußerte sich Reinhard Grindel im Gespräch mit Christian Zschiedrich nur lobend. Er selbst sei sehr häufig in Berlin. Am 15. September 2017 wird das Präsidium die Auswahl der zehn Spielorte vornehmen, mit denen der DFB in das UEFA-Bewerbungsverfahren gehen wird. Bis zum 27. April 2018 müssen interessierte Nationalverbände die vollständigen Unterlagen bei der UEFA eingereicht haben, die Festlegung des Ausrichters der EURO 2024 wird im September 2018 durch die UEFA erfolgen.

Neujahrsempfang 2017 des Berliner Fußballverbandes

Verleihung Goldener Fußball 2017 an die Jugendstrafanstalt Berlin im Rahmen des Neujahrsempfangs des Berliner Fußballverbandes. Bilder von der Festveranstaltung in der Jesse-Owens-Lounge im Berliner Olympiastadions. Christian Zschiedrich kommentiert.
Kamera: Enrico Formowitz

Christopher Quiring und der 1. FC Union trennen sich

Niemals geht man so ganz, „Chrissi“ Quiring. Foto: Enrico Formowitz

Der 1. FC Union räumt weiter auf im Kader. Mit Beginn der Winterpause hatten die Eisernen 30 Profis unter Vertrag. Aktuell sind es 29. Zwei gingen einer kam. Aus dem Trainingslager in Spanien abgereist ist Christopher Quiring. Sein zukünftiger Arbeitsort wird Rostock sein. Seine fußballerischen Fähigkeiten wird er beim FC Hansa in der 3. Liga zur Verfügung stellen. Die Hanseaten hatten mehrfach angefragt. Jetzt siegte beim kleinen quirligen Rechtsaußen der Verstand über das Herz. Wer ist typisch für den Verein 1. FC Union Berlin ? Diese Frage würden viele Fans mit Christopher „Chrissi“ Quiring beantworten. Vom BSC Marzahn wechselte er nach Köpenick, von 2002 bis 2008 durchlief er die Jugendmannschaften, nach der A-Jugend spielte er zunächst für die 2. Mannschaft, bis er am 15. 2010 sein Debüt in der 1. Mannschaft gab. Es war in Leipzig, dorthin wurde die Pokalpartie zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Union verlegt. Er wurde in der 69. Minute für Santi Kolk eingewechselt. Auf sein erstes Tor als Profi musste er bis zum 8. Mai 2011 warten. Am vorletzten Spieltag traf er mit einem Rechtsschuss zur zwischenzeitlichen 3:2 Führung im Spiel gegen Energie Cottbus. Das Spiel endete damals vor 18.432 Zuschauern mit 4:2 für Union. Es folgten in den kommenden Spielzeiten noch 18 weitere Tore in der 2. Liga. Es sah danach gut aus. Seine Karriere nahm Fahrt auf. Die Einsatzzeiten stiegen und damit der Marktwert. In den zwei Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 war er Stammspieler. Es war ein Spiel am Montagabend, der Lokalrivale war zum zweiten Male abgestiegen und musste zum Derby in der Wuhlheide antreten. In der 53. Minute wurde Quiring eingewechselt und in der 69. Minute egalisierte er den Führungstreffer der Hertha, erzielt von Sandro Wagner. Die Eisernen verloren das Spiel durch einen Freistoß von Ronny. „Chrisi“ Quiring machte nicht nur durch sein Tor von sich reden, auch eine Interview-Äußerung nach dem Spiel blieb länger im Gedächtnis. „Wenn die Wessis in unserem Stadion jubeln, krieg ich das kotzen.“ Der Verein, sein Verein entwickelte sich weiter. Die Ansprüche stiegen. Seine eigene Entwicklung dagegen geriet ins stocken. Vor einem Jahr wurde ihm nahegelegt, zu wechseln. Er wollte nicht, konnte sich einfach nicht vorstellen, im Trikot eines anderen Vereins auf den Platz zu laufen. Jetzt hat er sich entschieden, seine Karriere geht weiter, der neue Vertrag in Rostock läuft zunächst bist zum Ende der Saison 2018/19.

Hans-Peter Becker

„Willkommen zurück Teddy“ sagt TeBe zum neuen Cheftrainer

Vorstandsvorsitzender Jörg Zimmermann freut sich auf Cheftrainer „Teddy“ Cemal Yildiz. Foto: Christian Zschiedrich

Das Rennen als Nachfolger von Daniel Volbert machte – „in vielen Gesprächen unter zahlreichen Bewerbern“ – Cemal Yildiz. Vorstandsvorsitzender Jörg Zimmermann empfing ihn mit vielen Vorschusslorbeeren. Wörtlich: “Wir freuen uns sehr, mit Cemal Yildiz einen jungen und dennoch erfahrenen Trainer gefunden zu haben, der nicht nur über viel Kompetenz und Sachverstand, sondern auch über Herzblut für TeBe verfügt.“ Der 40jährige habe von allen Bewerbern am meisten überzeugt. Yildiz ist DFB-A-Lizenzinhaber und das Herzblut habe er in der für Tennis Borussia sehr schweren Zeit der Insolvenz in der Oberliga-Saison 2010/11 bewiesen, als er als Cheftrainer die 1. Mannschaft übernommen hat. Ihm gelang es eine Mannschaft zusammenzustellen, die nur knapp in der Relegation den Klassenerhalt verpasste. Erfahrungen sammelte Yildiz auch bei anderen Clubs. Nach dem Abstieg wechselte er als Co-Trainer von Thomas Herbst zum Regionalligisten Viktoria 89 und seit der Saison 2015/16 war er bei BAK 07 unter Steffen Baumgart und Jörg Goslar in gleicher Funktion tätig. Kompetenz und Sachverstand bewies Yildiz von Anfang an als Trainer und Co-Trainer in der Regional- und Oberliga. In der Saison 2007/08 gelang ihm zunächst mit Türkiyemspor und anschließend mit Tennis Borussia 2008/09 der Aufstieg in die damalige Oberliga Nord. Jörg Zimmermann ist über die (Wieder)Verpflichtung „froh“. Cemal Yildiz, der einen Vertrag bis Ende der Saison 2017/18 bekam äußerte: “Ich habe die Entwicklung von TeBe in den vergangenen Jahren immer intensiv verfolgt und bin nun sehr froh, wieder hierher zurückzukehren. Ich freue mich auf die nun kommenden Aufgaben und will alles dafür tun, den Verein dabei zu unterstützen, seine Ziele umzusetzen.” Beim 39. Hallenturnier um den Regio-Cup in der Max-Schmeling, am 15.01.2017, Beginn 13.00 Uhr, wird er die Mannschaft in einem Wettkampf führen. Neben den beiden Regionalligisten Berliner AK und Viktoria 89 sind alle fünf Berliner Clubs der Oberliga sowie der Sieger und der  Zweitplatzierte vom 25. Berlin-Liga Turnier dabei. Erneut im Teilnehmerfeld ist die U 19 des 1. FC Union, die sich im Vorjahr so überraschend gut schlug.

Christian Zschiedrich

1. FC Union geht auf’s Ganze

Polter is back Foto: Sportick

Das Transferfenster ist geöffnet und beim Berliner Zweitligisten gibt es erstaunliche Neuigkeiten. Am 10. Januar teilte der 1. FC Union mit, dass Sebastian Polter wieder in die Wuhlheide zurückkehren wird. Nach Aussagen des Tagesspiegels sind die Eisernen bereit, dafür eine Ablösesumme von 1,6 Millionen EUR an den Londoner Zweitligisten Queens Park Rangers zu überweisen. Die bisherige Rekordablösesumme belief sich auf 850.000 EUR und wurde für Simon Hedlund aufgebracht. Polter spielte in der Saison 2014/15, als Leihgabe von Mainz 05, für Union. In seinen 29 Pflichtspielen erzielte er 14 Tore. Auf Grund seiner Spielweise und seiner offenen Art avancierte er schnell zu einem Liebling der Fans. Es soll sogar einige Fans der Eisernen gegeben haben, die extra nach England gereist sind, um sich Spiele von Sebastian Polter anzusehen. Die Saison für Rangers verlief bisher nicht ganz nach Wunsch. Im November wurde Trainer Jimmy Floyd Hasselbaink entlassen und durch Ian Holloway ersetzt. Seit dem Trainerwechsel kam Polter nicht mehr wie gewohnt zum Zuge, so dass das Angebot aus Berlin gerade Recht kam. In 51 Spielen erzielte er in England 10 Tore. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2019/20 und gilt für die 2. und die 1. Liga, ein deutliches Indiz dafür, dass die Verantwortlichen den Aufstieg in das Oberhaus fest im Visier haben. “ Ich freue mich sehr nun wieder Teil der Union-Familie und Köpenicker zu sein und ich werde mich zerreißen, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein“, kommentiert Sebastian Polter seinen Wechsel.“ Den Verein verlassen wird nach über 3 Jahren Sören Brandy. (87 Spiele und 18 Tore) Er wechselt nach Bielefeld und soll helfen, für die Arminia den Klassenerhalt zu sichern.

Hans-Peter Becker

Heimsieg und Auswärtsniederlage

Grafik Sportick

Der 1. FC Union hat den Auftakt in die Rückrunde erfolgreich gestalten können. Letztendlich hatten die Gäste aus Bochum nicht genügend Durchschlagskraft, um was zählbares aus der Wuhlheide mit nehmen zu können. Das unglückliche Gegentor durch Hoogland konnte Polter ausgleichen. Skrzybski besorgte dann den Siegtreffer und somit für einen Auftakt nach Maß. Ein Sieg, der verdient war und die Ambitionen der Eisernen unterstreicht, ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden zu wollen. Entsprechend entspannt und gelöst waren nach dem Spiel die Gesichter von Spielern und Verantwortlichen des 1. FC Union. Unter den offiziell 19.130 Zuschauern am Freitagabend weilte auch Hertha-Trainer Pal Dardai. Er reiste einen Tag später nach Freiburg und am Sonntagnachmittag mussten er und seine Mannschft über die zweite Auswärtsniederlage in Folge quittieren. Kurz gesagt, war sie genauso unnötig wie eine Woche zuvor in Leverkusen. Die erste Halbzeit war nur zu ertragen als eingefleischter Fan von einer der beiden Mannschaften. Beide wollten abwarten, was der Gegner vorhat. So kann man nichts falsch machen. In der 38. Minute endlich ein beherzter Schuss auf das Tor. Herthas Skjelbred verfehlte nur knapp. Praktisch im Gegenzug gaben dann die Freiburger ihren ersten Torschuss ab und der saß. Hertha musste was tun und das taten sie auch, in der zweiten Halbzeit. Freiburg wurde phasenweise nicht aus der eigenen Hälfte gelassen. Hertha holte sich die Führung in fast allen statistischen Wertungen. Das zweite Tor im Spiel schossen die Freiburger. Petersen war in der 87. Minute erfolgreich, zuvor war Hertha in mehreren verheißungsvollen Situationen gescheitert. Ganz war der Deckel noch nicht drauf, den Schieber traf eine Minute später zum 1:2. Die verbliebenen Minuten plus Nachspielzeit reichten nicht mehr, um an dem Ergebnis noch was zu ändern. Ein Punkt war auf jeden Fall drin. Von den letzten fünf Ligaspielen hat Hertha vier verloren. Am kommenden Samstag kommt Ingolstadt in das Olympiastadion und die Eisernen müssen einen Tag später in Dresden antreten.
Hans-Peter Becker

Nun also doch bei Tennis Borussia

TeBe Geschäftsführer Andreas Voigt schwor auf Trainer Daniel Volbert. Foto: Christian Zschiedrich

In der NOFV Oberliga Nord musste der nächste Trainer dran glauben und das zu einem äußerst menschenwürdig günstigen Zeitpunkt – zwei Tage vor Heiligabend. Getroffen hat es Daniel Volbert. Im April 2014 kam er von Lichtenberg 47 zu TeBe und führte den Club in der folgenden Saison zum Aufstieg in die Oberliga. Andreas Voigt sagte mir wörtlich: „Wir haben den besten Trainer der Liga“ und als Ende des Jahres 2016 plötzlich die Gerüchteküche brodelte, verstand Voigt die Welt nicht mehr, versicherte mir: „Da ist überhaupt nichts dran“! Nun die Entbindung von seinen Aufgaben als Chefcouch der 1. Mannschaft, kurz vor Weihnachten. Wer sein Nachfolger wird, steht angeblich noch nicht fest. Thorsten Beck, Volberts bisheriger Assistent, übernimmt als Interimscoach und sollte bis zum 5. Januar kein neuer Leiter gefunden sein, steht Beck weiterhin zur Verfügung. Bewerbungen gingen täglich mehrere ein. Bewerber stehen bei TeBe für den Posten Schlange. Gehandelt werden Steffen Baumgart, Thomas Herbst, Abu Njie und weitere Kandidaten. Man lässt sich Zeit. Bis zur Stunde gibt es keine namentliche Veröffentlichung. Der Vorstandsvorsitzende Jörg Zimmermann informierte über die Trennung am 22. Dezember, 19.00 Uhr. Von der Leistungsfähigkeit des Daniel Volbert ist der Verein allerdings weiterhin überzeugt. Die Jugendarbeit möchte TeBe unter der Leitung von Daniel Volbert fortführen. Der zum „Trainer des Jahres 2015“ gewählte „Coach mit Herzblut“ ist verständlicherweise zunächst sehr enttäuscht und braucht Bedenkzeit. Geschäftsführer Andreas Voigt lobt: „Wir hatten mit Daniel eine tolle Zeit“.

Christian Zschiedrich

Union Berlin will schwarze Serie beenden

Grafik: Sportick

Der 1. FC Union will am kommenden Freitag eine Serie beenden. Es soll endlich mal ein Heimspiel gegen Greuther Fürth gewonnen werden. Zuletzt gelang dies am 28. August 2003, am 4. Spieltag der Saison 2003/04, der Trainer hieß Mirko Votava und Salif Keita erzielte beim 3:0 Sieg alle Tore für die Eisernen. Das ist ferne Vergangenheit. Seit dem Wiederaufstieg 2009 konnte kein Heimspiel gegen die Kleeblätter gewonnen werden. Unter dem neuen Trainer Jens Keller wurden bereits einige schwarze Serien beendet. Warum soll das gegen Fürth nicht fortgesetzt werden ? „Unter dem Strich entscheiden wir das Spiel, mit unserer Leistung vor unserem Publikum.“ Die Fürther haben kürzlich den Trainer gewechselt und am letzten Spieltag eine – sicherlich nicht geplante – 0:2 Heimniederlage gegen Schlusslicht FC St. Pauli hinnehmen müssen. Den Eisernen fehlte in Heidenheim die Frische, am Ende wurde es eine klare Niederlage. Die physische Fitness ist da. Es waren wohl mehr mentale Probleme. „Nach dem hoch-intensiven Spiel gegen Braunschweig waren nur 3 Tage Zeit, trotzdem müssen wir in der Lage sein, 2 Spiele auf diesem Niveau innerhalb einer Woche zu machen. Das ist uns nicht gelungen. Ein Grund mehr, gegen Fürth alles rauszuhauen.“ Personell sieht es so aus, dass Dennis Daube und Philipp Hosiner länger fehlen werden. Fabian Schönheim wird ebenso ausfallen. Ihn plagen muskuläre Probleme. Innenverteidiger-Kollege Toni Leistner wurde inzwischen Vater einer Tochter und dürfte motiviert ans Werk gehen. Es sind noch Restkarten für den Freitagabend, Anpiff 18:30 Uhr im Stadion An derAlten Försterei, verfügbar. Nach Aussage von Hannes Hahn, dem stellvertretenden Pressesprecher des 1. FC Union, werden ca. 19.500 Zuschauer  erwartet. Aus Fürth werden etwa 300 Schlachtenbummler anreisen. Anschließend ist für die Zweitligisten das Spieljahr 2016 beendet. Die Fans und sicher einige Spieler treffen sich noch zum traditionellen Weihnachtssingen.

Hans-Peter Becker