Schwierige Auswärtsaufgabe vor Geisterkulisse

Dem glühenden Volleyballfan kann bei dem Gedanken durchaus schaudern: Am morgigen Halloween-Abend (31. Okt um 20.00 Uhr) bestreiten die BR Volleys ihr erstes Geisterspiel der Vereinsgeschichte. Kapitän Sergey Grankin & Co wollen in der Großsporthalle Bühl dennoch das nötige Feuer entfachen und gegen gut in die Saison gestartete Volleyball Bisons möglichst den dritten Bundesligasieg einfahren.

Die Nachricht über den Ausschluss des Publikums im Monat November traf die BR Volleys in dieser Woche hart, unabhängig davon stand für das Auswärtsmatch in Bühl bereits fest, dass dieses vor leeren Tribünen stattfinden wird. Das örtliche Gesundheitsamt hatte die Entscheidung aufgrund der hohen Infektionszahlen schon am Dienstag getroffen. Von diesen besonderen Umständen wollen sich die Berliner allerdings nicht irritieren lassen und ihre gute Frühform bestätigen. „Bühl besitzt in dieser Saison eine sehr ausbalancierte Starting-Six und ist in allen Bereichen stark besetzt. Nicht von ungefähr hat die Mannschaft beim Saisonstart in Lüneburg verdient 3:1 gewonnen und auch in der Vorbereitung überzeugt“, findet BR Volleys Cheftrainer Cedric Enard lobende Worte für den Kontrahenten. Besonders auffällig waren beim Bundesligaauftakt die Außenangreifer Tomas Lopez (ARG, 23 Punkte) und Niklas Kronthaler (AUT, 19 Punkte), der im Sommer von den AlpenVolleys zu den Bisons wechselte.

Der Bühler Kader ist mit aktuell zehn lizenzierten Spielern für eine hoffentlich lange Bundesliga-Saison zwar nicht allzu groß, „aber das verändert für uns momentan überhaupt nichts“, mahnt Enard und ergänzt: „Jetzt ist das komplette Team einsatzfähig und offenkundig gut drauf!“ Wie gefährlich es in Baden für die Berliner werden kann, bewies das letzte Aufeinandertreffen unmittelbar vor dem ersten Corona-Lockdown im März. Im vierten Durchgang drehten die BR Volleys mit großem Kampfgeist einen 21:24-Rückstand und wendeten auf diese Weise die Entscheidung im Tie-break ab.

Einen Auswärtserfolg streben die Hauptstädter auch diesmal an, wobei Coach Enard von seiner Mannschaft dieselbe Einstellung wie beim deutlichen 3:0-Sieg in Unterhaching erwartet: „Wir sind dort mit der nötigen Einstellung angetreten. Man kann einen Gegner nicht mehr wertschätzen, als auch bei klarer Führung volle Konzentration an den Tag zu legen. Jetzt gegen Bühl wird die Aufgabe um einiges schwieriger, daher muss die Herangehensweise in der Konsequenz exakt die gleiche sein!“

Das Match in Bühl wird eine harte Probe und da ist es gut, dass sich die Personallage beim DVV-Pokalsieger zumindest auf der Diagonalposition entspannt. Benjamin Patch konnte in dieser Woche wieder voll mit der Mannschaft trainieren und ist einsatzfähig. Auf seine beiden Youngster Robin Baghdady (Wadenverletzung) und Anton Brehme (Kniebeschwerden) muss Enard allerdings weiterhin verzichten. „Es wäre fahrlässig, hier ein Risiko einzugehen und damit den Genesungsprozess zu gefährden“, erklärt der französische Headcoach. Ohnehin waren die Außenangreifer und Mittelblocker des Hauptstadtclubs, ganz gleich wer von ihnen zum Einsatz kam, bisher bestens aufgelegt. Allen voran der Franzose Timothée Carle wusste stets zu überzeugen. Der 24-Jährige zählt übrigens seit dieser Woche zur neuen “BR Volleys Lerngruppe“. Einige Spieler und das Trainerteam nahmen erstmals Deutschunterricht bei einem Fan und sind gewillt, ihre Sprachkenntnisse nun wöchentlich zu verbessern. „Vorerst finden die Ansagen aber weiterhin in Englisch statt, es soll ja bei einem so wichtigen Spiel nichts verloren gehen“, will Enard, dass beim Geisterspiel in Bühl auch sprachlich nichts auf der Strecke bleibt.

Nachdem der App-Chat mit Anton Brehme während des Duells gegen Unterhaching von den Usern sehr gut angenommen wurde, wird das Format zu diesem Auswärtsspiel gegen Bühl fortgesetzt. Dieses Mal ist Robin Baghdady am Samstag ab 19.00 Uhr bereit für Fragen aus der App-Community. Den Chat findet man direkt im Match-Center zum Bühl-Spiel.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Eintracht Mahlsdorf souverän im Mommsenstadion

Der SC Charlottenburg zeigte sich formverbessert und schoss bei Al-Dersimspor sogar 6 Tore, musste auf eigenem Platz gegen Tabellenführer Eintracht Mahlsdorf eine 0:6 Niederlage hinnehmen. Ja, in der Berlin-Liga gibt es mitunter eindeutige und torreiche Begegnungen. Die Spandauer Kickers gewannen am Sonntag, 25.10.2020 mit 5:0 gegen den TSV Rudow.

Der 12. Spieltag brachte folgende Ergebnisse:

Al-Dersimspor – 1.FC Wilmersdorf 3:1

Novi Pazar – Brandenburg 03 0:0

Berlin Türkspor – TuS Makkabi 1:2

Hilalspor5 1987 – Türkiyemspor 1:0

SD Croatia – Fortuna Biesdorf 2:2

SC Charlottenburg – E. Mahlsdorf 0:6

Sp. Lichtenberg – Berliner SC abgesagt

BSV Al-Dersimspor – SV Empor abgesagt

für den 13. Spieltag wurden bereits die Spiele:

Berliner SC – Berlin Türkspor 

Brandenburg 03 – Al-Dersimspor  

Fortuna Biesdorf – Füchse Berlin abgesagt.

Der TuS Makkabi gewann 2:1 bei Berlin Türkspor und kletterte auf Platz 3 der Tabelle. Als einzige Mannschaft der Berlin-Liga haben sie 12 Spiele ausgetragen. Die Tabelle hat so nur begrenzte Aussagekraft. Infolge von coronabedingten Spielabsagen konnte TuS Makkabi, jetzt 22 Punkte, mit Sparta Lichtenberg auf Platz 2 punktemäßig gleichziehen. Sparta hat allerdings 3 Spiele weniger ausgetragen

Im Keller der Tabelle verbuchten Biesdorf und Croatia je einen Zähler. Die Reihenfolge der Plätze 17 bis 20 änderte sich nicht, weil Brandenburg 03 eine Punkteteilung in Neukölln gelang. Was ist mit dem 1.FC Novi Pazar los? Mit 19 Punkte nach 11 Spielen rutscht der Verein entgegen den Erwartungen in der Tabelle weiter ab. Spitzenreiter Mahlsdorf hat nach nur 10 absolvierten Spielen bereits 28 Punkte.

Die Berlin-Liga darf bis Sonntag, 1. November 2020 wohl noch weiter spielen. Der Lockdown Beschluss der Bundesregierung lässt keinen Amateursport mehr zu. Im Dezember 2020 soll es vielleicht weitergehen,

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost wird unterbrochen

In Anbetracht der ab 2. November in Kraft tretenden behördlichen Anordnungen und Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie soll der Amateurspielbetrieb des NOFV ab 2. November unterbrochen werden. Die Spiele am kommenden Wochenende, vom 30. Oktober bis 01. November 2020, finden wie geplant statt. Dabei bestätigen Ausnahmen (einzelne Coronafälle etc.) die Regel.

Dies betrifft die Spielklassen Herren-Regionalliga, Herren Oberliga, Frauen-Regionalliga sowie die A-, B-, und C-Junioren Regionalliga. Der Nordostdeutsche Fußballverband folgt damit dem Rahmen der behördlichen Vorgaben.

Bezüglich der weiteren Vorgehensweise wird der Verband in der kommenden Woche per Videokonferenzen in den jeweiligen Spielklassen den Dialog mit den Vereinen suchen. (Pressemitteilung des NOFV)

Ergebnisse 12. Spieltag, Mittwoch, 28.10.2020:

Berliner AK – VSG Altglienicke 2:0

BFC Dynamo – Lichtenberg 47 3:0

1.FC Lok Leipzig – Meuselwitz 1:0

Babelsberg 03 – VfB Auerbach 3:0

Halberstadt – Chemie Leipzig 2:1

Bischofswerda – Chemnitz 0:3

Car Zeiss Jena – Energie Cottbus 1:2

Hertha BSC II – TeBe Berlin abges.

Union Fürstenwalde – Viktoria abges.

Der 13. Spieltag könnte noch ausgetragen werden. Allerdings wurden bereits 2 Spiele abgesagt: Viktoria 89 – 1.FC Lok Leipzig (aufgrund von COVID-19-Fällen bei Viktoria Berlin) und TeBe Berlin –Berliner AK 07 (aufgrund von COVID-19-Fällen bei TeBe). Aus diesem Grund mussten TeBe und Viktoria bereits ihre Spiele am 12. Spieltag absagen.

Wer hätte gedacht, dass BAK die VSG Altglienicke 2:0 im Poststadion schlägt. Das ist der Beweis dafür, dass die Athletiker wieder ordentlich in Schwung gekommen sind, sie kommen (jetzt 20 Punkte) bis auf einen Punkt an Altglienicke, jetzt 22 Punkte heran. Es muss erwähnt werden, dass Altglienicke 2 Spiele weniger ausgetragen hat.

Chemie Leipzig hat 21 Punte und Carl Zeiss Jena – nach schlechten Saisonstart – klettert in der Tabelle weiter nach oben und hat mit einem Spiel weniger, die selbe Punktezahl wie die Leipziger Chemie-Mannschaft.

Trotz des Spielausfalls in Fürstenwalde bleibt Viktoria weiter mit 33 Punkten souveräner Spitzenreiter der Liga. Chemie Leipzig unterlag 1:2 in Halberstadt und Jena gab zu Hause die Partie mit 1:2 die Punkte an Cottbus ab.

Schlusslicht Bischofswerda verlor daheim 0:3 gegen Chemnitz. Der Vorletzte Optik Rathenow klettert um einen Platz durch den Punkt 1:1 in Luckenwalde. Germania Halberstadt hat nun wie Meuselwitz 10 Punkte und überholte damit Tennis Borussia (9 Punkte). Der Berliner AK hat zu einer guten Form gefunden. Die Anhänger von Dynamo und Cottbus werden die Siege im Berlin-Derby und den Auswärtssieg von Energie Cottbus in Jena mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Die Tabelle ergibt ein schräges Bild und sollte mit Vorsicht interpretiert werden.

Am kommenden 13. Spieltag sind folgende Paarungen geplant:

Lichtenberg 47 – Hertha BSC, Auerbach – U. Fürstenwalde, Altglienicke – Jena, Halberstadt – Babelsberg, Meuselwitz – BFC Dynamo, Chemie Leipzig – Chemnitz, E. Cottbus – Luckenwalde und Optik Rathenow – Bischofswerdaer FV.

Ob in den Regionalliga der Herren weiter gespielt werden kann, einige Mannschaften arbeiten unter Profibedingungen, muss der Veranstalter, der Nordostdeutsche Verband entscheiden. Nach der oben aufgeführten Pressemitteilung sieht es nach einer Unterbrechung der Saison aus.

Christian Zschiedrich

Oberliga – Tasmania hat es gleich zwei Mal erwischt

Am 8. und 9. Spieltag setzte es für Tabellenführer SV Tasmania zwei Niederlagen. Sieben  Meisterschaftsspiele wurden zuvor gewonnen. Zuerst blieben beim 3:2 für Hertha 03 die Punkte in Zehlendorf. Schwerer wiegt die Heimniederlage im Werner-Seelenbinder-Sportpark gegen den Tabellendreizehnten Rostocker FC mit 1:3. Ausgerechnet jetzt muss das angeschlagene Team zum Tabellenzweiten nach Greifswald. Das Spitzenspiel ist für Samstag, 31.10.2020 angesetzt. Doch auch der Greifswalder FC schwächelte zuletzt in Strausberg. Der Gastgeber Rostocker FC siegte als Tabellenvorletzter 1:0 und kletterte jetzt mit 10 Punkten auf Tabellenplatz 11.

Die weiteren Ergebnisse von Spielen mit Berliner Beteiligung: Torgelower FC – Stern 1900 1:0, 1.FC Lok Stendal (bislang Tabellenletzter) – Blau Weiß 90 0:0, zuvor gab es für die Stendaler ein 1:1 beim  Brandenburger SC Süd. Mit 5 Punkten gab Stendal (15.) die Rote Laterne auf Grund des besseren Torverhältnisses an Victoria Seelow ab. Das Berlin-Derby zwischen CFC Hertha 06 – SC Staaken endet 0:3. Ein Rückschlag für die 06er (6 P., 14. in der Tabelle), damit stehen sie immer noch auf einem Abstiegsplatz. Der FC Hertha 03 (nunmehr 15 Punkte, 4. der Tabelle) verbuchten einen Auswärtssieg in Neustrelitz, mit 4:2.

Zum kommenden 10. Spieltag, sofern Corona will, heißen die Begegnungen: im Volkspark Mariendorf Blau-Weiß 90 – Hansa Rostock II, 14.00 Uhr, SC Staaken – FC Strausberg, diese Spiele sind für Samstag, 31.10.2020 vorgesehen. Einen Tag später spielt Stern 1900 gegen den 1.FC Lok Stendal (Kreuznacher Straße), zeitgleich empfängt der Brandenburg BSC Süd 05 die Mannschaft CFC Hertha 06.

Christian Zschiedrich

Der Spielbetrieb in Berlin hängt am seidenen Faden

Am bisher letzten, dem 11. Spieltag, fielen in der Berlin-Liga zwei Partien aus, Sparta Lichtenberg – SD Croatia und SD Croatia – Hilalspor. Croatia ist am meisten betroffen, hat statt 11 erst 7 Spieltage um Punkte kämpfen können, demzufolge sind sie mit nur 7 Punkten auf Platz 17 der Tabelle. Das türkische Derby Berlin Türkspor – Türkiyemspor, Ergebnis 3:0, fand am Heckerdamm statt. Spielfrei hatten der SV Empor und Eintracht Mahlsdorf. Beide sind erst bei 9 Meisterschaftsspielen gelandet. Dennoch führt Eintracht Mahlsdorf mit 25 Punkten souverän die Tabelle an, gefolgt von Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten und ebenfalls 9 Spielen.

Erstaunlich deutliche Siege errangen der SC Charlottenburg (4.) mit 6:2 bei BSV Al-Dersimspor, Stern Marienfelde – 1.FC Novi Pazar (6.) 5:1, Frohnauer SC (7.) – Brandenburg 03 (16.) 4:0, Berliner SC mit 4:1 bei der Fortuna in Biesdorf. Um die Ergebnisse am letzten Wochenende komplett zu machen, die Füchse Berlin (8., 14 P.) spielten am Wackerweg 1:1 gegen den TSV Rudow (9., 14 P.) und TuS Makkabi (5., 19 P.) gewann 2:0 auf der Julius-Hirsch-Sportanlage gegen den 1. FC Wilmersdorf (12., 11 P.).

Den Ansetzungen nach soll es mit einer englische Woche weiter gehen. Doch während dieser Überblick formuliert wird, kann es eine Stunde später schon ganz anders lauten. Die Landesverbände Saarland und Bremen haben den Spielbetrieb bereits ausgesetzt. In Berlin tagt der Senat und der Berliner Fußball Verband will in einer Videokonferenz die Vereinsvertreter in die Entscheidungsfindung einbeziehen.

Der hoffnungsvoll in die Saison gestartete 1. FC Novi Pazar hat innerhalb von zwei Wochen zwei Niederlagen einstecken müssen. Rückschläge gegen Eintracht Mahlsdorf 0:3 und die 1:5 Niederlage im Spiel gegen Stern Marienfelde müssen erst einmal verkraftet werden. Der nächste Gegner ist oder wäre Brandenburg 03. Am Sonntag, 1.11.2020 heißt die Ansetzung im Willi-Kressmann-Stadion Türkiyemspor – Novi Pazar. Eintracht Mahlsdorf hat/hätte am Mittwoch, 28.10.2020 beim SC Charlottenburg keine leichte Aufgabe vor sich und am daraufolgenden Sonntag Stern Marienfelde zu Gast.

Christian Zschiedrich

Weiterhin unangefochten FC Viktoria 89 und überraschende Berliner Siege

In der Regionalliga Nordost fielen zwei Spiele der Corona-Pandemie zum Opfer – ausgerechnet die Berlin-Derbys Tennis Borussia gegen den BFC Dynamo und die Partie der VSG Altglienicke gegen Hertha BSC II. Altglienicke steht dennoch mit 22 Punkten weiter auf Platz 2 der Tabelle, jetzt mit 11 Punkten weniger als Viktoria (33 Punkte nach 11 Spielen). Viktoria hat 2 Spiele mehr ausgetragen als die VSG.

Ebenfalls nur neun absolvierte Partien hat BFC Dynamo, Tabellenplatz 8 mit 14 Punkten. Das ist zwar ärgerlich, aber die Freude, überhaupt noch spielen zu können überwiegt. Die Tabelle ergibt mehr und mehr ein schiefes Bild. Auf 10 Spiele kommen Carl Zeiss Jena (21 P.), Hertha BSC II (13 P.), Tennis Borussia (9 P.) und Schlusslicht Bischofswerdaer FV.

Strahlende Gesichter bei Viktoria 89, nicht nur bei Cheftrainer Benedetto Muzzicato und Sportdirektor Rocco Teichmann. Kein Wunder bei der makellosen Bilanz von elf Spielen, 33 Punkten, alles bisher gewonnen. Vor 655 Zahlenden wurde zuletzt das Heimspiel gegen Babelsberg 03 mit 3:0 gewonnen. Die Tore fielen: 1:0 (48.) Fardjad Azad, 2:0 (66.) Küc, 3:0 (85.) Hovi.

Aus Berliner Sicht weiter erfreulich das 3:0 des Berliner AK 07 auswärts in Cottbus. Der BAK kletterte auf Platz 5 der Tabelle. Ein Sieg in dieser Deutlichkeit war in Cottbus nicht erwartet worden. Zuschauer waren in Cottbus nicht erlaubt. Der Ex-Cottbusser Beyazit tat sich Tor-Schütze hervor. In der 6. und 48. Minute erzielte er das 1:0 und das 2:0. Der Vorlagengeber El-Jindaoui erhöhte in der 85. Minute auf den Endstand zum 3:0 für die Berliner aus dem Poststadion.

Eine kaum erwartete Erfolgsmeldung kam aus Lichtenberg, Vor 966 Zuschauern siegten die 47er im Zoschke gegen den 1. FC Lok Leipzig mit 3:2. Früh, bereits in Minute 2, erzielte Rausch die 1:0 Führung. Der 1:1-Ausgleich fiel kurz nach Wiederbeginn in der 49. Minute durch Sirch. Gözüsirin brachte vier Minuten später die erneute Führung zustande, die Grüneberg (55.) auf 3:1 ausbaute. Abderrahmane brachte die Leipziger in der 68. Minute auf 2:3 heran. So blieb es bis zum Abpfiff von Schiri Rauschenberg, der in Minute 28 dem Lok-Spieler Ziane nach einem groben Foul die Rote Karte zeigte.  

So es das Virusgeschehen ermöglicht, steht eine englische Woche an. Der Berliner AK empfängt am Mittwoch, 29.10. 2020 bereits um 14.00 Uhr die VSG Altglienicke und Viktoria muss zeitgleich bei Union Fürstenwalde ran. Um 19.00 Uhr empfängt Hertha BSC II Aufsteiger Tennis Borussia und der BFC Dynamo spielt im Jahn-Sportpark gegen Lichtenberg 47.

Ein weiteres Berlin-Derby soll am Samstag, 31.10.2020 13.30 Uhr, zwischen Lichtenberg 47 und Hertha BSC II ausgetragen werden. Zeitgleich will Spitzenreiter Viktoria sein Heim-Spiel gegen den 1. FC Lok Leipzig austragen.

Am Sonntag, 1.11.2020, 13.30 Uhr, steht Tennis Borussia vs Berliner AK auf dem Programm und der BFC Dynamo soll in Meuselwitz antreten.

Christian Zschiedrich

Volleyball 2. Bundesliga – Niederlage für den BBSC

BSC Berlin – VC Allbau Essen   1:3 (10, -23, -15, -19)

Die Essener Pottperlen entführten aus der Köpenicker Hämmerlinghalle drei Punkte gegen den BBSC Berlin.

Das Spiel begann mit einer klaren Führung der BBSC-Girls von Anfang an. Im 1. Satz dominierten die Gastgeberinnen klar und punkteten zuverlässig. Die Gäste waren zunächst noch nicht wirklich im Spiel, was sie jedoch mit Beginn des 2. Satzes abstreiften. Von Satzbeginn an führte Essen mit bis zu 4 Punkten. Der Endspurt des BBSC kam ein wenig zu spät, die Gäste machten den Sack zu. Die Tendenz einer Führung der Gäste setzte sich auch im 3. Satz durch. „Essen gelang es schon im 2. Satz zunehmend, uns ihr Spiel aufzuzwingen; wir agierten fortan in einigen Situationen zu hektisch und nicht variabel genug“ analysierte BBSC-Trainer Robert Hinz nach dem Vergleich. Das Team von Gästetrainer Marcel Werzinger schaffte es immer wieder, die Angriffe der Berlinerinnen mit guter Block-Feldabwehr zu entschärfen und andererseits punkteten gerade Lena Werzinger sowie Sandra Ferger mit viel Durchschlagskraft, Schlagvariabilität und einem gutem Auge. Auch die Versuche des Berliner Trainerteams, Lösungen über personelle Veränderungen auf dem Feld zu finden (auch Paula Morgenroth, Laura Walsh und Isabel Böttcher mit deutlichen Einsatzzeiten), waren leider nicht von Erfolg gekrönt.

Auch der 4. Satz ging an die Gäste. Während der BBSC bis zum 15:16 noch mithielt, zogen die Gäste noch einmal an und sicherten sich den 3-Punkte-Erfolg in Berlin. Trainer Hinz lobte die Spielstärke der Essener, konzentrierte die Gedanken aber bereits auf das nächste Ligaspiel gegen Oythe am kommenden Wochenende. „Wir müssen jetzt erstmal kleine Brötchen backen und zusehen, dass wir den Anschluss zum Tabellenmittelfeld nicht verlieren“.

Zum MVP des Spieltags wählten die Trainer Berlins Zuspielerin Katharina Kummer sowie Essens Angreiferin Sandra Ferger. Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Kein Match-Glück und ein hart erkämpfter Punkt

Die Trauben hängen hoch für den 1. FC Union Berlin im zweiten Bundesligajahr. Am 5. Spieltag war der SC Freiburg zu Gast in der Alten Försterei und der Trainer der Breisgauer hatte für das Spiel die richtige Devise ausgegeben. „Wir dürfen uns hier nicht auffressen lassen.“ Es gelang, am Ende stand leistungsgerechtes 1:1 auf dem Totomat. So heißt die Anzeigetafel auf Schweizerdeutsch und der Schweizer Trainer der Eisernen hat das Unentschieden mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen haben. „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich heute sehr zufrieden. Wenn man aber einen so hohen Aufwand betreibt und so viele Möglichkeiten hat, dann musst du das Spiel gewinnen. Deshalb dürfen wir mit dem Resultat nicht zufrieden sein. Am Schluss war es ein verdienter Punkt,..“ Aufwand und Nutzen standen in diesem Spiel für die Eisernen in keinem günstigen Verhältnis. Fast zwei Kilometer mehr gelaufen als der Gegner, trotz gleicher Spielanteile ein deutliches Chancenplus und dazu ein Gegner, der die Saison mit ähnlichen Ambitionen bewältigen will. Beide wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einsammeln und dabei gehörigen Abstand zum Tabellenkeller halten.

Bleibt als Fazit, dass die Freiburger mit der Punkteteilung zufriedener sind als die Hausherren. Unions Torhüter Andreas Luthe war wie sein Trainer mit dem Spielausgang eher unzufrieden. Beim Gegentor war er machtlos und allzu knifflige Situation beschwörten die Freiburger vor seinem Kasten nicht herauf. Trotzdem sprach er nach dem Spiel von einem intensiven Arbeitstag.

In der Aufstiegssaison hatten die Eisernen nach 5 Spieltagen erst 4 Punkte auf der Habenseite, aktuell sind bereits deren 6. Insofern können sie zufrieden sein. Allerdings ist hier anzumerken, dass mit Ausnahme der Gladbacher, die anderen Kontrahenten in etwa dem gleichen Leistungslevel entsprachen. Die kommende Aufgabe führt die Eisernen nach Hoffenheim.

Hans-Peter Becker

Konzentriert und zielstrebig zum Auswärtssieg

Zweites Spiel, zweiter 3:0-Erfolg für die BR Volleys in der Volleyball Bundesliga: Am Sonntagnachmittag (25. Nov) ließen die Berliner beim TSV Unterhaching absolut nichts anbrennen und siegten mit deutlichen Satzergebnissen von 25:12, 25:12 und 25:13 gegen das junge, von Patrick Steuerwald trainierte, Heimteam. Der Brasilianer Davy Moraes sicherte sich mit 83 % Angriffsquote und gleich 5 Blocks hochverdient seine erste MVP-Medaille der noch jungen Saison.

In der Bayernwerk Sportarena fanden sich erstmals in dieser Spielzeit Renan Michelucci und Pierre Pujol in der Startaufstellung wieder. Neben Cody Kessel, der ebenfalls in die Mannschaft rotierte, begannen außerdem Éder, Timothée Carle, Davy Moraes und Libero Julian Zenger. Verletzungsbedingt musste Headcoach Cedric Enard beim Gastspiel in Bayern auf Robin Baghdady, Anton Brehme und den angeschlagenen Benjamin Patch verzichten. Hielten die jungen Hachinger mit großem Willen zu Beginn des Auftaktsatzes noch gut mit, gelang es Pujol & Co, sich Mitte des ersten Durchgangs bereits deutlich abzusetzen (4:4, 18:10). Mit guter Annahme, hohem Aufschlagdruck und nahezu fehlerfreien Angriffen ließ man den Hausherren wenig Chancen. Allen voran Diagonalangreifer Moraes fand die Lücken und führte seine Farben mit sechs Punkten zum ersten Satzgewinn (24:12).

Im zweiten Satz schlichen sich ein paar Abstimmungsschwierigkeiten ins Spiel der BR Volleys, doch man diktierte mit schnellen Pässen von Pujol weiter das Geschehen (8:6, 16:10). Heimtrainer Steuerwald sah bei seiner talentierten Mannschaft noch viele Ungenauigkeiten und das wussten die Männer in Schwarz weiter auszunutzen, sodass auch der zweite Satzgewinn nur eine Frage der Zeit war (25:12). Der Angriff mit Carle und Moraes rollte und so gab Enard auch immer wieder Adam Kowalski Einsatzminuten auf der Außen-Annahme-Position, um diese zu stabilisieren. So sorgte auch im dritten Satz ein Zwischenspurt früh für klare Verhältnisse, weil es am Block des DVV-Pokalsiegers für die Hachinger selten ein Vorbeikommen gab (16:8). Ein überzeugendes Auswärtsspiel beendeten die BR Volleys mit einem stabilen Dreierblock nach gut einer Stunde Spielzeit (25:13). Ganze zwei Eigenfehler im Angriff und kein einziger Annahmefehler belegten den hochkonzentrierten Auftritt letztlich auch statistisch.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Ich bin sehr glücklich mit dem Auftreten. Die Mannschaft hat den Gegner ernstgenommen und auch das, was wir verbessern wollten, beherzigt. Sehr gefreut hat es mich für Davy, der nach seinem schwierigen Start gegen Düren heute gezeigt hat, was in ihm steckt. Aber auch Pierre, Cody oder Adam haben das klasse gemacht. Das ganze Team war sehr konzentriert.“
Cody Kessel: „Wir können sehr zufrieden mit dieser Leistung sein. Das war von jedem, der heute auf dem Court stand, ein konzentriertes Spiel auf gutem Niveau. Unsere Ausgeglichenheit kann zu einem wichtigen Antrieb in der Saison werden. Jeder möchte seine Chance nutzen, wenn er sie bekommt. Der Gegner war noch sehr jung und hatte sicher auch unter der Quarantäne-Pause zu leiden. Aber die Jungs werden sich entwickeln, so wie wir es in den nächsten Wochen auch weiter tun wollen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Cody Kessel (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Pierre Pujol (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski

Topwerte
Moraes 15 Punkte, 83 % Angriffsquote, 5 Blocks | Carle 13 Punkte | Michelucci 8 Punkte, 100 % Angriffsquote, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Hertha verliert und Werner Gegenbauer bleibt Präsident

Hertha BSC hat die Auswärtspartie nach anständiger Leistung mit 1:2 verloren. Über eine Stunde mussten sie mit einem Spieler weniger auskommen. Deyovaisio Zeefuik sah die gelb-rote Karte, nach einem Schubser an seinem Gegenspieler. Die Aktion hätte nicht jeder Schiedsrichter als gelbwürdig eingschätzt. Tobias Stieler hat es aber so entschieden. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1 und Hertha zeigte anschließend, dass sie durchaus auch etwas vom Abwehrspiel verstehen. Wie in München glitt ihnen der mögliche Punkt aus den Händen. Wieder war es ein Foulelfmeter, den Leipzigs Kapitän Marcel Sabitzer in der 77. Minute erfolgreich verwandelte.

Die Ergebnisse stimmen nicht. Der nächste Gegner im Olympiastadion – sofern Corona will – ist der VfL Wolfsburg.

Seit 2008 Hertha Präsident – Werner Gegenbauer
Fotos © herthabsc/city-press

Für die Hertha-Mitglieder war einen Tag später alle Aufmerksamkeit auf die Wahl des neuen Präsidiums gerichtet. Auf der Ost-Tribüne des Olympiastadions hatten sich 1.079 Mitglieder eingefunden. Die Wahl brachte keine Überraschung. Der amtierende Werner Gegenbauer, wurde ohne Gegenkandidat für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt. Auf ihn entfielen 542 Stimmen, 421 stimmten dagegen und 49 enthielten sich. Vize-Präsident bleibt Thorsten Manske, er bekam 566 Stimmen, etwas mehr als Gegenbauer, trotzdem kein als zu großer Vertrauensbeweis der Hertha-Familie.

Die anderen Mitglieder des Präsidiums sind laut Pressemitteilung: „Im ersten Wahlgang wurden direkt gewählt: Fabian Drescher (797 Stimmen), Anne Jüngermann (781), Peer Mock-Stümer (788), Ingmar Pering (497) und Norbert Sauer (479). Alle Gewählten haben die Wahl angenommen.

Auf die anderen Kandidaten entfielen die folgenden Stimmen: Detlef Dahmes (329 Stimmen), Nils Korte (180), Michael Ottow (468), Klaus Teichert (421), Christian Wolter (360) und Marco Wurzbacher (469). Alle 6 Kandidaten*innen sind zum zweiten Wahlgang angetreten.

Das Ergebnis sah wie folgt aus: Auf Michael Ottow entfielen 411 Stimmen, auf Detelf Dahmes (185 Stimmen), Nils Korte (47 Stimmen), Klaus Teichert (275), Christian Wolter (354) und Marco Wurzbacher (317). Damit ist Michael Ottow erneut in das Präsidium gewählt worden.“

Quelle: Hertha BSC