Schaut auf diese Regionalliga

Wann hat es das gegeben, dass zwei Berliner Vereine nach dem 3. Spieltag verlustpunktfrei an der Spitze stehen? Die VSG Altglienicke und FC Viktoria 89!  Dazu zwei interessante Berliner Derbys: Tennis Borussia – SV Lichtenberg 47 2:0 vor 750 Zuschauern im Mommsenstadion und Berliner AK 97 – BFC Dynamo 1:3 vor 416 Zuschauern im Poststadion. Dazu ein Unentschieden der Hertha II, 1:1 beim bisherigen Tabellenführer Chemie Leipzig vor 1000 Zuschauern. Kiprit erzielte Herthas Führung 1:0 (55.), ehe Chemie doch noch der Ausgleich durch Mvibudulu (81.) gelang.

Den ersten Trainerrauswurf gab es bereits nach dem 3. Spieltag in Cottbus. Klar, wenn man mit Aufstiegsambitionen und gleich mit drei Niederlagen startet. Sebastian Abt wurde zu Hause vor 798 Zuschauern das 1:2 gegen Viktoria 89 mehr als übel genommen und mit sofortiger Wirkung von all seinen Aufgaben entbunden. Der  Tabellenstand vor dem 4. Spieltag, der beginnt bereits am Dienstag, 1. September 2020 im Hans Zoschke Stadion zu Lichtenberg:

  1. VSG Altglienicke, 9 Punkte, 10:5 Tore
  2. FC Viktoria 89,  9 Punkte, 6:2 Tore
  3. Chemie Leipzig, 7 Punkte, 7:3 Tore
  4. Hertha BSC II, 7 Punkte, 6:2 Tore
  5. Fürstenwalde, 6 Punkte, 7:5 Tore

Dienstag, 01.09., Lichtenb. 47 – Ch. Leipzig 0:0

Mittwoch, 02.09.2020 BFC Dynamo – CZ Jena

                          Meuselwitz – Tennis Borussia

                            Viktoria 89 – VSG Altglienicke

                            Hertha BSC II – Berliner AK 07

Aus Berliner Sicht wieder zwei Derbys und

vorausschauend auf den 5. Spieltag am

Sonntag, 06.09.2020 Tennis Borussia – Viktoria 89  

Christian Zschiedrich 

Spandau zeigt Potsdam Grenzen auf

Am Ende war es doch ein Schützenfest für Spandau 04, das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft, das diesmal ob der Terminprobleme aufgrund der Corona-Pandemie nur aus Hin- und Rückspiel statt wie gehabt in einer Best of Three-Serie ausgetragen wurde. Im Auswärts-Hinspiel am Freitag im Potsdamer „blu“ fand der Rekordmeister gegen die engagierten und motivierten Gastgeber nur schwer ins Spiel. Nach dem Auftaktviertel stand es 1:1, zur Halbzeit nur 6:3 und zweieinhalb Minuten vor Ende des dritten Abschnitts gerade mal 8:5. Das 11:6 für die Wasserfreunde aus der Hauptstadt durfte man getrost als Erfolg für die unterlegenen und gastgebenden „Orcas“ werten.

Damit war zwar im Grunde schon vor Spiel 2 am Sonntag in Schöneberg entschieden, dass der zu ermittelnde Finalist aus diesem Duell nur Spandau heißen konnte, aber es blieben einige Fragen offen, wie die aktuelle Form des in der Saison national noch ungeschlagenen Titelverteidigers aussieht.

Spandau dominierte nach Lust und Laune, trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm und Spielmacher Nikola Dedovic. Das spiegelte sich im Endstand von 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4) entsprechenden wieder. Alle 12 eingesetzten „Feldspieler“ beteiligten sich an der Torausbeute, der Topschütze war wie schon am Freitag Dmitrii Kholod (3 und 4 Treffer).

„Das war ein Fingerzeig dafür, dass wir nach und nach immer mehr zu unserer Form finden und besser werden. Gerade rechtzeitig für das Finale“, befand Marko Stamm, der an seinem Geburtstag vom Beckenrand zusehen durfte.

Schon am Mittwoch beginnt das Best of Five-Finale zwischen den nach dem Halbfinale als Nummer 1 firmierenden Wasserfreunden und den Niedersachsen von Waspo 98 Hannover. Waspo hat sich in der Corona-Pause noch einmal personell verstärkt. Die Mannschaft von Trainer Carsten Seehafer wird mit einer veränderten Aufstellung, als wie beim 10:12 am vergangenen Dienstag im „Entscheidungsspiel“ um Platz 1 der Setzliste in Berlin, antreten.

„Das Finale fängt bei Null an, die alten Ergebnisse sind dann Makulatur“, sagt Spandau-Präsident Hagen Stamm, der indes aber sicher ist, dass die Duelle der Serie „jede Menge Brisanz, Spannung, Kampf, Einsatz und Emotionen“ bieten werden. Schon das Auftaktspiel gab es jede Menge Explosivität, laut dem Kapitän des 04-Teams Marko Stamm wird Hannover alles tun, um nicht erneut das Start-Match, wie in der vergangenen abzugeben und angesichts der beiden folgenden Partien in Berlin (5.9. und 6.9.) die Serie im Schnelldurchgang zu verlieren. Auch die Spielstätten der Finalserie spielen eine wichtige Rolle, meint Stamm-Senior. Hannover empfängt die Spandauer im Volksbad Limmer unter freiem Himmel, da am Abend gespielt wird, könnte es ziemlich kühl werden. Die Berliner Begegnungen finden in der Schwimmhalle Schöneberg statt, in der es auf keinen Fall kühl ist.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Rückblende:

Halbfinale 1 – 28.8.2020:

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04 6:11 (1:1,5:2,3:2,2:1)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 3, Marko Stamm 2, Lucas Gielen, Mate Cagalj, Dennis Strelezkij, Marin Restovic, Yannek Chiru, Ivan Zovic je 1

Halbfinale 2 – 30.8.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 21:7 (5:1,6:1,4:1,6:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 4, Lucas Gielen 3, Mikail Arslan, Maurice Jüngling, Ivan Zovic, Mate Cagalj je 2, Remi Saudadier, Denis Strelezkij, Aleks Sekulic, Marin Restovic, Stefan Pjesivac, Yannek Chiru je 1

Kamyar Niroumand ist neuer BFV-Vizepräsident

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) hat gemäß § 23 Ziffer 5 der Satzung Kamyar Niroumand in das Amt des Vizepräsidenten Qualifizierung & Soziales berufen. Mit Wirkung zum 1. September 2020 übernimmt Kamyar Niroumand seine neue Funktion im BFV-Präsidium.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Ich freue mich, dass wir mit Kamyar Niroumand die vakante Position des Vizepräsidenten besetzt haben und die Arbeit im Präsidium nun in vollzähliger Zusammensetzung fortführen.

Kamyar Niroumand bringt jahrelange Erfahrung im Berliner Fußball mit und hat seinen Verein Hertha 03 nicht nur im Qualifizierungsbereich großartig aufgestellt. Er wird den Berliner Vereinen ein kompetenter Ansprechpartner sein und ist mit seiner Expertise ein großer Gewinn für den Berliner Fußball-Verband.“ Kamyar Niroumand ist 60 Jahre alt und Berater einer Beteiligungsberatung sowie Aufsichtsratsvorsitzender mehrerer Unternehmen in der Software-/IT-Branche im deutschsprachigen Raum. In seiner Jugend durchlief er einige Berliner Auswahlmannschaften. Seit 2003 ist er Präsident von F.C. Hertha 03 Zehlendorf. Kamyar Niroumand sagt zu seiner Berufung: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und wünsche mir, dass sich die Berliner Vereine und der Verband gemeinsam positionieren – gegenüber der Politik sowie gegenüber den sportlichen Verantwortlichen in dieser Stadt. Der Berliner Fußball-Verband kann sich zum innovativsten und digitalisiertesten Verband im NOFV und im DFB entwickeln. Dafür müssen Vereine und Verband an einem Strang ziehen. Im ersten Schritt gilt es nun, den Spielbetrieb in Berlin zu ermöglichen, denn insbesondere junge Fußballerinnen und Fußballer leiden unter der derzeitigen Situation.“
Quelle: BFV

Unentschieden in Amsterdam

Union und Ajax trennen sich mit 2:2

er 1. FC Union Berlin trennt sich im sechsten Testspiel vor der Bundesligasaison 2020/21 mit 2:2-Unentschieden von Ajax Amsterdam. In der Johan Cruijff ArenA bringt Kapitän Carel Eiting die Hausherren in Führung (27.), nur wenige Minuten nach Wiederbeginn erzielt der eingewechselte Marcus Ingvartsen den verdienten Ausgleich (48.). Marius Bülter bringt Union mit einem satten Schuss nach 57. Minuten in Führung, Jurgen Ekkelenkamp besorgt 20 Minuten vor dem Ende das 2:2 (70.).

Unter dem geschlossenen Dach der Amsterdamer Johan Cruijff ArenA entschied sich Union-Trainer Urs Fischer für folgende Aufstellung:

Luthe – Trimmel (66. Ryerson), Friedrich, Knoche, Schlotterbeck (66. Hübner), Gießelmann (66. Lenz) – Gentner (66. Griesbeck), Prömel – Bülter (59. Mees), Endo (41. Ingvartsen) – Andersson (66. Teuchert)

Zu Beginn der Partie starteten beide Teams gut organisiert und neutralisierten sich dadurch in den Anfangsminuten weitestgehend. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Köpenicker besser ins Spiel und erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus. Grischa Prömel scheiterte nach einer Flanke von Kapitän Christopher Trimmel per Kopf am linken Pfosten (14.), Routinier Christian Gentner versuchte sich mit einem Abschluss per Hackentrick, verfehlte das Tor jedoch knapp (21.). Wenige Minuten später zappelte der Ball schließlich im Netz, die Unparteiischen verweigerten dem Kopfballtreffer von Innenverteidiger Marvin Friedrich aufgrund einer Abseitsstellung jedoch die Anerkennung (24.). Freigespielt von Marius Bülter tauchte auch Sebastian Andersson eine Zeigerumdrehung später vor dem Kasten von Maarten Stekelenburg auf, der Abschluss des Schweden rauschte nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei (25.). Auf der anderen Seite zeigten sich die Hausherren konsequent. Nach feiner Passkombination tauchte Kapitän Carel Eiting frei vor Andreas Luthe auf und ließ dem Schlussmann der Eisernen aus knapp fünf Metern keine Chance (27.). Union blieb trotzdem weiter gut im Spiel und zeigte sich immer wieder gefährlich, besonders nach Standardsituationen. Gleich zweimal rettete Stekelenburg mit gutem Reflex gegen Bülter (29.) und Robin Knoche (30.), Nico Schlotterbeck setzte einen Kopfball nach guter Freistoßflanke von Niko Gießelmann zu hoch an (32.). Kurz vor dem Seitenwechsel musste Urs Fischer zum ersten Mal wechseln, Keita Endo konnte nach einem Sprintduell nicht weitermachen. Marcus Ingvartsen ersetzte den Japaner auf der Außenbahn.

Die Köpenicker kamen ohne personelle Veränderungen aus der Kabine, belohnten sich aber direkt nach Wiederbeginn mit dem Ausgleich. Mit hohem Pressing, tief in der Hälfte von Ajax Amsterdam, eroberten die Eisernen den Ball in Person von Marius Bülter, der Gießelmann über links in Szene setzte. Die maßgenaue Flanke des Außenverteidigers verwertete Ingvarsten trocken zum verdienten 1:1 (48.). Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten, Lassina Traoré traf in der 50. Minute jedoch nur den Außenpfosten. Union presste weiter hoch und ging durch Marius Bülter erstmals in Führung (57.). Der Außenstürmer hatte einen Abpraller im Strafraum der Niederländer genutzt und die Kugel humorlos im Kasten der Hausherren untergebracht. In einer munteren Partie boten sich beiden Teams nun gute Möglichkeiten, Trimmel (62.) und Friedrich (64.) retteten zweimal stark gegen heranstürmende Niederländer. Auf der anderen Seite musste Ajax-Keeper Stekelenburg beim Drehschuss von Grischa Prömel sein ganzes Können unter Beweis stellen um das 3:1 für Union zu verhindern (66.). Urs Fischer wechselte nach 66 Minuten weitgehend durch und brachte mit Ryerson, Hübner, Lenz, Griesbeck und Teuchert gleich fünf neue Spieler auf den Rasen. Kurz darauf, gut 20 Minuten vor dem Ende, gelang den Niederländern der Ausgleich (70.). Wie schon beim 1:0 setzte sich die Elf von Trainer Erik ten Haag mit gutem Kombinationsspiel über die Außenbahn durch, diesmal lauerte am Fünfmeterraum Jurgen Ekkelenkamp und drückte die Kugel zum 2:2 über die Linie. Auch in der Schlussphase sorgte Union mit einigen schön herausgespielten Szenen und gut getretenen Standardsituationen für Gefahr vor dem Kasten, weder Ingvarsten (78.), noch Ryerson (86.) wollte jedoch der entscheidende Treffer gelingen, sodass der Unparteiische die Partie nach 92 gespielten Minuten beim Stand von 2:2-Unentschieden beendete.

„Das hat mir heute gut gefallen, ich glaube wir haben gegen eine technisch sehr gute Mannschaft ein gutes Spiel gemacht. Wir kamen sehr schnell ins Spiel und in die Duelle, konnten Ajax beim Anlaufen hoch unter Druck setzen und hatten in der ersten Hälfte genügen Möglichkeiten. Was wir uns auch in der zweiten Hälfte ein bisschen vorwerfen lassen müssen, ist die Chancenauswertung, das war sicherlich noch nicht optimal. Aber es ist wichtig, dass wir uns diese Möglichkeiten erarbeiten, deshalb war das ein gelungener Test“, zeigte sich Urs Fischer zufrieden.

Nach der Partie reist die Mannschaft des 1. FC Union Berlin zurück nach Berlin, für Montag und Dienstag hat Trainer Urs Fischer seinen Spielern freigegeben. Am Mittwoch starten die Köpenicker mit der Vorbereitung auf das letzte Testspiel. IFA präsentiert im Jahr des 100-jährigen Jubiläums des Stadions An der Alten Försterei die Neuauflage des Einweihungs-Spiels von 1920 gegen den 1. FC Nürnberg, das am Sonnabend, dem 5. September 2020 um 17:30 Uhr stattfindet.

Quelle: Hannes Hahn/1. FC Union Berlin

BBSC startet am 12. September in die Volleyball-Zweitligasaison und mit Zuschauern

Lang, sehr lang war die Zeit, in denen die Vereine ihren Fans keinen Spitzensport präsentieren konnten. Nun endlich geht es los, mit ausgeklügeltem Hygienekonzept für Spieler und Zuschauer darf der BBSC Berlin am 12. September 2020 schon um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle am S-Bahnhof Köpenick in die neue Saison starten. Lohn der Bemühungen aller Ehrenamtlichen um die aufwändige Spieltagsvorbereitung ist es, dass auch Zuschauer zum Besuch zugelassen sind.

Nach dem abrupten Ende der letzten erfolgreich absolvierten Spielzeit mit dem BBSC auf dem 2. Tabellenplatz der Liga und der langen Zeit ohne Mannschaftstraining sind alle heiß auf Wettkampf. Zu Gast ist die Mannschaft von Meisterschaftsanwärter DSHS Köln. Die Gäste aus dem Rheinland hatten sich 2017 und 2018 den Ligatitel gesichert und kamen in den letzten beiden Jahren als Dritte ins Ziel. Das Team um Kapitänin Viola Torliene blieb im Wesentlichen zusammen. Trainer Jimmy Czimek – früherer Co-Nationaltrainer und Leiter der A-Trainerausbildung beim Volleyballverband – hatte nur einige Abgänge zu ersetzen. Bekanntestes Gesicht unter den Neuzugängen ist die frühere Münsteranerin Silke Schrieverhoff. Sie hatte bereits vor einigen Jahren für Köln gespielt und war eine der besten Schnellangreiferinnen der Liga. Gute Voraussetzungen also, um auch in dieser Saison in den Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen.

Auch beim BBSC gab es einige Veränderungen im Kader. Das Publikum darf sich auf neue Gesichter wie Paula Morgenroth (vormals VC Olympia), Laura Walsh (lange Zeit für Leverkusen) und Isabel Böttcher (aus Potsdam) freuen. Trainer Robert Hinz zeigt sich zufrieden mit den Trainingsleistungen des Teams: „Die Mädels haben sich in der Saisonvorbereitung richtig reingehangen, aber uns fehlen natürlich die sonst üblichen Vorbereitungsturniere. Coronabedingt waren Testspiele nur sehr begrenzt möglich. Da kann man als Trainer nur schwierig den Leistungsstand abschätzen. Auch wenn die Physis gut ist, bleiben gerade in der Sicherheit des Zusammenspiels unter Wettkampfbedingungen ein paar Unsicherheiten.“

Das BBSC-Team freut sich am Samstag, 29.08.2020 auf lautstarke Unterstützung von den Tribünen. Mit deren Hilfe will man alles daran setzen, einen guten Einstieg in die Saison zu finden. Das Team um Kapitänin Katharina Kummer will den Gästen wieder mit Konzentration und dem sprichwörtlichen Berliner Kampfgeist entgegentreten. Eintritt wie immer 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

SV Tasmania und Blau Weiß 90 beim Oberliga-Start mit erstaunlicher Leistung

Von den sechs Berliner Vereinen in der Oberliga Nord startete der SV Tasmania unbeirrt unter Trainer Abu Njie mit zwei Siegen und 6 Punkten. Blau Weiß 90 startete unter Trainer Marco Gebhardt zumindest ohne Niederlage mit 4 Punkten liegt Tabellenplatz 4, allerdings ist die Tabelle nach zwei Spieltagen ohne größeren Aussagewert. Von besonderem Reiz sind die Berlin-Derbys in der Oberliga. Aufsteiger Stern 1900 hielt gegen den Favoriten Hertha 03 gleich am 1. Spieltag beim 1:1 einen Punkt in Steglitz fest. Der Aufstiegsanwärter Hertha 03 kam schwer aus den Puschen. Auch gegen Blau Weiß 90 gab’s nur ein mageres 0:0. Einer der Topfavoriten ist der Greifswalder FC. Der SC Staaken machte zum Auftakt in Greifswald die 2:0 Führung des FC wett.  Der Gast SC Staaken trumpfte unter Trainer Jeffry Seitz mit einem achtbaren Remis und mit starker Moral auf. Deshalb muss der Auswärtssieg mit 2:0 von Tasmania in Staaken am 2. Spieltag mit besonderer Wertschätzung betrachtet werden.

Der Greifswalder FC , das Team von Coach Roland Kroos erzielte auswärts beim Brandenburger SC Süd ein klares 3:0 und steht mit 4 Punkten auf Tuchfühlung zu Tasmania. Welchen Wert der momentane Punktestand nun wirklich hat, wird sich weiter am 3. Spieltag erweisen. Warm anziehen ist Blau Weiß 90 anzuraten.  Sie müssen im Greifswalder Volksstadion bestehen. Hertha 06, 0 Punkte, 0:7 Tore, Inhaber der Roten Laterne, könnten gute Ratschläge vielleicht auch helfen.  Am Samstag, 29.08.2020 ab 14.00 Uhr, heißt es beim bisher siegreichen RSV Eintracht 1949, Sportplatz Heinrich-Zille-Straße, anzutreten.  Der SC Staaken hat sein Auswärtsspiel  im Parkstadion Neustrelitz, 2 Siege, Platz 2, zu bestreiten. Auch Stern 1900 muss auswärts beim Rostocker FC, 3 Punkte  Platz 8, ran.

Zwei Heimspiele, beide am Sonntag, 30.08.2020 lassen wir nicht unerwähnt. Hertha 03 Zehlendorf ist nämlich im Ernst-Reuter-Stadion gegen Victoria Seelow schon zum Siegen verpflichtet und Tasmania trauen wir im Werner-Seelenbinder-Sportpark durchaus weitere 3 Punkte gegen den Tabellenvorletzten  Brandenburger SC Süd zu. Warum nicht in dieser Saison zu mehr Konstanz finden.  

Christian Zschiedrich

21 Vereine und 40 Spieltage in der Berlin-Liga

Acht Vereine starten mit drei Punkten. Am besten die Reinickendorfer Füchse als Spitzenreiter mit einem 5:0 über BSV Al-Dersimspor. Steven Haubitz gelangen vier Tore. Ein einziges Unentschieden, torlos, zwischen 1.FC Novi Pazar 95 gegen Fortuna Biesdorf. Für Neuzugang Ronny lag noch keine Spielberechtigung aus Brasilien vor. Mit ihm wäre Novi Pazar bestimmt ein Treffer gelungen. Neu ist in dieser Saison bis zu fünf Einwechslungen vornehmen zu können. Seltenheitswert der Spielverlauf zwischen SCC und dem Berliner SC: 3:0 nach 23 Minuten und zur Halbzeit. 3 Tore ab der 66.Minute und bis zum Elfmeter-Ausgleich 3:3 in der 82.Minute.

Die Ansetzungen für den 2. Spieltag TSV Rudow – Berlin United 9.0 am Dienstag, 25.8., laufen noch von Mittwoch 6 Spiele) bis Donnerstag (2 Spiele). Der 3. Spieltag wird dann komplett am Sonntag, 30.8.,  ausgetragen.  Wie oft wird es wohl an wieviel Spieltagen acht Niederlagen wie am ersten setzten? Die Ergebnisse:

Al-Dersimspor – Rein. Füchse 0:5

Hilalspor – 1.FC Wilmersdorf 4:1

Sparta Lichtenberg – Frohnau 3:0

Berlin United – Berlin Türkspor 2:4

Stern Marienfelde – Makkabi 0:1

Türkiyemspor – Brandenb. 03 1:3

SC Charlottenb. – Berliner SC 3:3

Spandauer Kickers – SV Empor 1:3

Eintr. Mahlsdorf – TSV Rudow 2:1

Eintracht Mahlsdorf musste eine Stunde lang in Unterzahl spielen. Das Team von Daniel Volbert, ohnehin in Personalsorgen, musste den Roten Karton wegen einer Tätlichkeit von Mrkaljevic kompensieren. Hier die restlichen Begegnungen des 2. Spieltages:

Mittwoch: TuS Makkabi – Novi Pazar

                      Berliner SC – Hilalspor

                      Füchse Berlin – Sparta L.

                      SV Empor – SCC

                      Berlin Türkspor – Croatia

                      F. Biesdorf – Sp. Kickers

                      Brandenb. –E. Mahlsdorf

Donnerst.: Wilmersdorf – Türkiyemsp.

                      Frohnau – St. Marienfelde

Spielfrei:    BSV Al-Dersimspor

Christian Zschiedrich

Spandau 04 landet den ersten Sieg nach der Corona-Pause

Am Dienstagabend trafen sich die beiden rivalisierenden Teams, die Wasserfreunde Spandau 04 und Herausforderer Waspo 98 Hannover, vor Corona bedingt limitierter nur 102 Zuschauern.

Das Ende des als „Entscheidungsspiel“ über Platz 1 der Setzliste für das Halbfinale firmierenden Matches war mit den letzten vier Begegnungen vergleichbar. Denn sowohl im Best-of-Five-Finale um die Meisterschaft 2018/2019 als auch im Spiel in der im März unterbrochenen Bundesliga-Saison gewannen die Spandauer und ließen damit trotz zum Teil enger Spiele eine Ahnung früherer Dominanz aufkommen.

Das war auch diesmal so, denn in der Partie, in der laut 04-Kapitän Marko Stamm, der nach eigenem Bekunden erst nach anderthalb Vierteln „richtig in das Match kam“, war auf beiden Seiten die fast halbjährliche Corona-Pause in der hohen Fehlerquote und den Mängeln im Spielaufbau, der Chancenverwertung und mit zunehmender Spieldauer schwindender Konzentration und Kondition zu spüren. Andererseits aber gab es auch eine Reihe von Szenen, die zeigten, dass hier keine Wasserball-Anfänger, sondern Könner ihres Fachs agierten. Spandau hatte die Spielkontrolle klar in den Händen, machte aus dem knappen 3:2 nach dem Startviertel ein 7:4 zur Halbzeit und danach im dritten Abschnitt gleich mehrfach Vier-Tore-Führungen (8:4, 9:5, 11:7). Hier fiel besonders der vierfache Torschütze Stefan Pjesivac auf.

„Wir hätten das nur ganz ruhig nach Haus spielen müssen“, sagte Marko Stamm. „Stattdessen haben wir sie noch einmal zurückkommen lassen, und anderthalb Minuten vor Schluss stand es plötzlich nur noch 11:10 aus unserer Sicht“, zog der Kapitän Bilanz, der „genügend Lernstoff für die kommenden Begegnungen“ entdeckte. 23 Sekunden vor Ultimo hatte er selbst mit einem Gewaltwurf aus der Distanz allen Waspo-Hoffnungen auf eine kaum noch für möglich gehaltene „Wende“ ein Ende gemacht und die Partie entschieden.

Die nächsten Auftritte der Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic stehen schon unmittelbar bevor. Am Wochenende – Freitag auswärts, Sonntag daheim in Schöneberg – sind die beiden Halbfinalspiele gegen den OSC Potsdam zu absolvieren. Der OSC hat sich am Wochenende beim Viertelfinal-Viererturniers mit dem zweiten Rang hinter den White Sharks Hannover einen der beiden Qualiplätze für die Vorschlussrunde gesichert. Am Dienstag waren die OSC-Vertreter aufmerksame Beobachter des Spandauer Re-Starts in die Saison, um zu entdecken, wo es vielleicht doch Schwachstellen des Favoriten gibt, die ihn ins Wackeln bringen können. Die Vorsaison kann dabei kein Maßstab sein. Auch damals trafen sich die beiden Teams im nach Best-of-Three-Modus gespielten Halbfinale. Spandau landete mit 12:9 (auswärts), 18:5 und 21:5 drei klare Siege.

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:10 (3:2,4:2,4:3,1:3)

Torschützen: Spandau – Pjesivac 4, Jüngling 3, Stamm 2, Cagalj, Deudovic und Strelezkij je 1; Waspo – Nagaev 4, Schütze 2, Real, D. Brguljan, M. Brguljan und Tobias Preuß je 1

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga 2019/20 Playoff-Halbfinale (Hin- und Rückspiel)

Freitag, 28. August 2020

OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 20:30 Uhr

Spielort: Sportbad „blu“, Brauhausberg 1, 14473 Potsdam

Sonntag, 30. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 14:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spannung und sechs Tore in Lichtenberg

Bis auf die drei aktuell noch ausstehenden Begegnungen, Fürstenwalde – Jena, Auerbach – Chemnitz, Babelsberg – Luckenwalde, absolvierte die Regionalliga Nordost am Dienstag, 25.08.2020 ihren 2. Spieltag mit diesen Ergebnissen:

Tennis Borussia – Chemnitz 1:3

ZFC Meuselwitz – Cottbus 2:0

BFC Dynamo – Hertha BSC II 1:2

1.FC Lok Leipzig – Berliner AK 2:1

Halberstadt  – Bischofswerda 2:3

Viktoria 89 – Optik Rathenow 2:0

Lichtenberg 47 – Altglienicke 2:4

Beachtlich VSG Altglienicke, nicht nur beim 3:2 Auftakt im Mommsenstadion, es folgte der 6:0 Pokalerfolg im Finale gegen Viktoria 89, jetzt nahm das Team von Karsten Heine auch die Hürde bei Lichtenberg 47 mit 4:2. Wobei den 47ern ebenso ein Lob gezollt werden muss. Halbzeit 0:0, in Führung ging die Heimmannschaft in der 54. Minute durch Philip Einsiedel. Bereits eine Minute später gelang Patrick Breitkreuz (55.) das 1:1. Christian Skoda drehte das Match mit dem 2:1 für die Gäste (62.). Tolcay Cigerci schaffte das 3:1 (80.). Wer 10 Minuten vor Ultimo glaubte, die Partie sei entschieden, das Team von Trainer Lehmann gab nicht auf. Der Schütze zum 1:0 markierte seinen zweiten Treffer in der 84. Minute in Unterzahl. Christian Gawe hatte in der 67. Minute die Rote Karte gesehen. Es wurde in der Endphase noch einmal spannend. Allerdings nur kurz, für zwei Minuten, der in Minute 68 eingewechselte Uzan stellte in der 86.Minute das Endergebnis von 2:4 aus Sicht der Lichtenberger her. Unnötig war die Gelb-Rote Karte für Oliver Hofmann in der 90. Minute. Die beiden des Feldes verwiesenen Lichtenberger werden im nächsten Auswärtsspiel im Mommsenstadion gegen Aufsteiger TeBe fehlen.

Viktoria 89 hat das 0:6 im Pokalfinale gut weggesteckt, gewann 2:0 gegen Optik Rathenow und hat sich nach dem Auftakt-Erfolg in Chemnitz mit zwei gewonnenen Spielen in der Meisterschaft, 6 Punkte, in der Tabelle vorn platziert. Die Tabelle hat nach zwei Spieltagen noch keine große Aussagekraft. Sechs Vereine haben bisher sechs Punkte: Chemie Leipzig, Meuselwitz, VSG Altglienicke, Hertha BSC II, Bischofswerdaer FV und eben Viktoria 89. Am 3. Spieltag muss Viktoria bei den bisher punktlosen Cottbussern antreten. Energie will aufsteigen. Der Start ging in die Hose. Kann Viktoria das nutzen ?

Zwei Berliner Mannschaften stehen ebenfalls null Punkte da, Aufsteiger Tennis Borussia Berlin und der BFC Dynamo. Die Saison ist noch lang, noch 36 Spieltage, da kann sich viel ändern. Aber, zum Erreichen des Ziels ist der gute Start wichtig. Zumindest bestimmt der Auftakt den eventuellen Trend.

Nachtrag: Meuselwitz – E. Cottbus 2:0

Union Fürstenwalde – Carl Zeiss Jena 3:1

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig 2:1  

Babelsberg 03 – FSV Luckenwalde 1:3

Tabelle:

  1. Chemie Leipzig  2 Spiele, 6 Punkte
  2. ZFC Meuselwitz 2 Spiele, 6 Punkte
  3. VSG Altglienicke 2 Spiele, 6 Punkte
  4. Hertha BSC II, 2 Spiele, 6 Punkte
  5. Bischofswerda 2 Spiele, 6 Punkte
  6. FC Viktoria 89 2 Spiele, 6 Punkte
  7. Luckenwalde, 2 Spiele, 6 Punkte
  8. Fürstenwalde, 2 Spiele, 3 Punkte
  9. Berliner AK 07, 2 Spiele, 3 Punkte
  10. Lichtenberg 47, 2 Spiele, 3 Punkte
  11. 1.FC Lok Leipzig 2 Spiele, 3 Punkte
  12. VfB Auerbach,  2 Spiele, 3 Punkte
  13. Babelsberg 03, 2 Spiele, 1 Punkt
  14. Carl Zeiss Jena, 2 Spiele, 1 Punkt
  15. Chemnitzer FC, 2 Spiele, 0 Punkte
  16. G. Halberstadt, 2 Spiele, 0 Punkte
  17. Tennis Borussia, 2 Spiele, 0 Punkte
  18. BFC Dynamo,  2 Spiele,  0 Punkte
  19. Energie Cottbus, 2 Spiele, 0 Punkte
  20. Optik Rathenow 2 Spiele, 0 Punkte

Christian Zschiedrich

Wasserfreunde vor Restart der Saison

Die Coronavirus-Pandemie hat neues Vokabular in die deutsche Sprache gebracht, das in den vergangenen Wochen und Monate so alltäglich geworden ist, als sei es schon immer „in aller Mund“ gewesen. „Lockdown“ zum Beispiel, übersetzt „Sperrung“, ist solch ein Wort, das ungewollte Popularität erlangt hat. Im Sport hat es gefühlte Ewigkeiten den Spielbetrieb in diversen Disziplinen lahmgelegt. Auch im Wasserball.

Die Fortsetzung der Champions League wurde gecancelt, die Meisterschaft und der Pokalwettbewerb hierzulande unterbrochen. Nun ist der nationale Spielbetrieb unter Ägide des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) wieder aufgenommen worden. Am vergangenen Wochenende wurden im Potsdamer Sportbad „blu“ per Viererturnier die beiden Halbfinalisten ausgespielt, die gegen die gesetzten Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover Ende des Monats (28. und 30. August 2020) in Hin- und Rückspielen antreten dürfen.

Etwas überraschend gewannen die White Sharks Hannover das Turnier, Potsdam wurde Zweiter. Der ASC Duisburg und SV Ludwigsburg 08 müssen sich Anfang September als Dritter und Vierer des Potsdam-Events in einer Best of Three-Runde mit dem Kampf um Platz 5 und 6 der Meisterschaft bescheiden.

Gegen wen die White Sharks und die „Orcas“ aus Potsdam im Halbfinale antreten müssen, steht freilich noch nicht fest. Denn eine Einigung der Klubs über die Fortsetzung der Bundesliga hat ergeben, dass Spandau und Waspo ein „Entscheidungsspiel“, so der offizielle Terminus, um Platz 1 der Hauptrunde austragen. Dieses Spiel findet am Dienstagabend, 19 Uhr in der Schöneberger Schwimmhalle statt. Der Sieger trifft auf den auf den OSC Potsdam, der Verlierer auf die White Sharks aus Hannover.

Sollten die Hauptstädter das Prestigeduell am Dienstag gewinnen, würde das also zwei Lokalderbys im Halbfinale bedeuten: Spandau kontra Potsdam, Waspo kontra White Sharks. Zudem bedeutet ein solches Ranking, dass der Sieger der Partie in den Folgerunden, inklusive des Best of Five-Finales ab 2. September den Heimbonus in der womöglich entscheidenden Schlusspartie besitzen.

Dem Dienstag-Gipfel darf man nach der langen Pause – Spandau hat sein letztes CL-Spiel am 3. März und die letzten Bundesliga-Partien ebenfalls vor rund einem halben Jahr bestritten – mit einiger Spannung entgegensehen.

Bei den Spandauern ist der Abgang von Tiberiu Negrean zu verkraften, die „Neuen“ Mario Cagalj und Ivan Zovic müssen integriert, der verletzt ausfallende Mateo Cuk kompensiert werden. „Wir haben uns konzentriert, motiviert und so gut es angesichts der Umstände geht vorbereitet. Aber ob es völlig überraschungsfrei abgeht, das hat auch das Potsdamer Turnier beim Re-Start gezeigt, dahinter bleibt doch ein Fragezeichen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde 04

Dienstag, 25. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 19:00 Uhr

Spielort: Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin